Marktplatz für Kunst und Handwerk : Kunstgenuss lockt ins „hinterland“

Die Gäste des Mestliner Kunstmarktes „Hinterland“ kamen auch im Vorjahr aus nah und fern nach Mestlin.
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Die Gäste des Mestliner Kunstmarktes „Hinterland“ kamen auch im Vorjahr aus nah und fern nach Mestlin.

Vom 17. bis 19. November sechste Neuauflage des Marktplatzes für Kunst, Mode, Handwerk und Design im Mestliner Kulturhaus

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08. November 2017, 12:00 Uhr

Am 17. November öffnen sich zum sechsten Mal die Türen des Mestliner Kulturhauses zu „hinterland“ - dem Marktplatz für Kunst, Mode, Handwerk und Design. Auch diesmal erwartet die Besucherinnen und Besucher eine spannende Mischung aus Handwerk, Kunst, Kultur und kulinarischen Genüssen. Liebgewonnenes wie das Kulturprogramm mit Musik, Theater und Kino, die Hausführungen und viele bekannte Gesichter hinter den Ständen sind ebenso dabei wie tolle neue Handwerker, Köche oder ein Maskentheater. Als Hauskünstler 2017 konnte Pit Arens, der mit seinen verblüffenden Licht- und Schattenspielen den Großen Saal verzaubern wird, gewonnen werden.

Wie in den zurückliegenden fünf Jahren werden an den Marktständen wieder viele schöne Dinge zu finden sein - von Keramik, Schmuck, Kleidung und Taschen bis hin zu floristischen Arbeiten, alltagstauglichen Haushaltsgegenständen oder den inzwischen weltweit begehrten Goldhelm-Schokoladen. Obwohl das meiste handgemacht und in Kleinserie oder als Einzelstück angefertigt ist - hier findet sich für jeden Geldbeutel etwas, ob als Geschenk für andere, oder um sich selbst eine Freude zu machen.

Neben Kunst und Handwerk wird aber auch der kulturelle Teil nicht zu kurz kommen: Das Puppentheater Doris und Uli Schlott erzählt mit Handpuppen, Stabfiguren und vollem Körpereinsatz das Märchen von „Rotkäppchen“. Für das Musikprogramm sorgen die Ensembles Fabula Luna und Die Liga der außergewöhnlichen Gitarristinnen und Gitarristen aus Schwerin.

Große und kleine Besucher, die gern mal selbst auf einer Bühne stehen wollen, haben dazu beim Maskentheater von Helga Treutler Gelegenheit, die dafür jede Menge Masken, Kostüme und Requisiten mitbringen wird. Der „hinterland“-Kinovorführer zeigt in inzwischen guter Tradition Kinder- und Handwerksfilme, während der Verein „Denkmal Kultur Mestlin e.V.“ in seinen Rundgängen wieder ungeahnte Blicke hinter die Kulissen des geschichtsträchtigen Hauses eröffnen wird. Da so ein Marktbummel sicher hungrig macht, wird selbstverständlich auch für das leibliche Wohl der Besucher gesorgt: Die Rostocker Gastronomen von „Pesto Peter“, die Reiseköchin „Mademoiselle Inga“ und der Verein „Denkmal Kultur Mestlin e.V.“ werden die Besucher vom Kuchen nach alten Familienrezepten über hausgemachte Vorspeisenteller bis hin zu Gerichten aus regionalen Zutaten nach allen Regeln der Koch- und Backkunst verwöhnen. Das Spezialessen für Kinder sowie eine große Auswahl an heißen und kalten Getränken werden ebenfalls nicht fehlen.

Eins steht bereits fest: Was einst als kleine Idee am Küchentisch begann, wurde zu etwas, das sich die „hinterland-Organisatoren“ nicht in ihren kühnsten Träumen vorstellen konnten: ein Ereignis, das bei vielen Besuchern aus nah und fern für den November längst als wichtiges Ereignis vorgemerkt ist... Die bangen Fragen der geistigen Mütter und Väter aus der Anfangszeit sind inzwischen hinreichend beantwortet: Ja, es ist möglich, mitten im grauen Mecklenburger Herbst auf dem Land ein buntes Markttreiben zu veranstalten, das viele Interessierte anzieht und dabei sogar weithin strahlt. Nachdem in den fünf Jahren seines Bestehens über 14 000 Menschen den „hinterland“-Markplatz besuchten, findet die Erfolgsgeschichte ab nächste Woche ihre Fortsetzung.

Die Idee wurde am Küchentisch geboren

Wir schreiben das Jahr 2010. Es ist einer dieser Mecklenburger Herbsttage. Die Abenddämmerung kommt jetzt schon am Nachmittag. Der Wind holt die letzten Blätter von den Bäumen. Die Kraniche haben sich auf den Weg gemacht. Auf dem Küchentisch der Techentiner Keramikerin Ute Dreist dampft eine Kanne Tee. Eine Kollegin ist zu Besuch. Sie reden über die schönen Nebel und die fantastischen Farben des Laubs - und darüber, was auch zu den dunklen Monaten auf dem Land gehört: Urlauber gibt es kaum noch und die Einheimischen schauen viel seltener in den Werkstätten und Galerien vorbei. Wenn man die Postbotin verpasst, sieht man an einigen Tagen keinen Menschen. Da fehlt einem manchmal etwas. Die Frauen gießen noch einmal Tee auf und überlegen: Wie wäre es, wenn wir uns das, wofür wir tagelang über Land fahren müssten, einfach herholen und an einem Ort versammeln würden: Die Kunst, die Musik, das bunte Treiben. Marktstände voller schöner Dinge. Feine Speisen und Getränke ... Die Idee sollte die beiden Keramikerinnen nicht mehr loslassen. Sie fragten ihre Freunde, Nachbarn und Kollegen - und wurden ermutigt. Sie sprachen mit der Gemeinde und den Ämtern und stießen auf offene Ohren. Und sie fanden den perfekten Ort für die Umsetzung ihrer Träume: das Kulturhaus in Mestlin. Der dort wirkende Verein „Denkmal Kultur Mestlin e.V.“ ließ sich begeistern und konnte als Veranstalter gewonnen werden. Langsam nahm die Sache Gestalt an. Nach zwei Jahren der Vorbereitung war es dann soweit: Im November 2012 wurde zum ersten Mal „hinterland - der Marktplatz für Kunst, Mode, Handwerk und Design“ eröffnet. Es wurde ein riesiger Erfolg. Seitdem konnten bei der jährlich stattfindenden Veranstaltung mehr als 10 000 Besucher begrüßt werden - Einheimische und weit Gereiste. Küchentische sind nicht die schlechtesten Plätze für gute Ideen.
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