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Parchimer Zeitung

18. November 2017 | 13:24 Uhr

“Hoffnung“ : Kunst zum Anfassen

vom
Aus der Redaktion der Parchimer Zeitung

Siebtklässler der Regionalschule „J.W.v.Goethe“ zu Gast in der Galerie von „Mode Kunst Wein“

svz.de von
erstellt am 07.Okt.2014 | 16:43 Uhr

„Hoffnung“ ist der Titel der aktuellen Ausstellung bei „Mode Kunst Wein“ in Parchim und zeigt Arbeiten von Dietrich Riemann. Im Fokus steht eine Stahlplastik, die der Künstler für den Ort Redlin (Gemeinde Siggelkow) entworfen hat und die als Zeichen der Zuversicht für diesen existentiell bedrohten Lebensraum stehen soll. Bei „Mode Kunst Wein“ sind vier unterschiedliche Modelle zu sehen, die Dietrich Riemann Schritt für Schritt bis zum eigentlichen Objekt weiterentwickelt hat. „Meine Gedanken, die darin stecken, will ich so immer weiter verdeutlichen“, erklärt der Künstler. Was solch eine Entstehungsphase aussagt und was es heißt, sich in einem Schaffensprozess zu befinden, das konnte Dietrich Riemann jetzt einem besonderen Publikum vermitteln. Schüler der Klasse 7a und 7b der Regionalen Schule „J.W.v. Goethe“ besuchten im Rahmen ihres HEE-Kurses die kleine Galerie in der Waagestraße. HEE steht für Handeln-Entdecken-Erkunden und genau darum ging es bei dieser Unterrichtsstunde außerhalb des Schulgebäudes.

Für Dietrich Riemann war die Arbeit mit Schülern eine Premiere: „Ich finde es wunderbar, dass man den Kindern Kunst nicht nur erklärt, sondern, dass sie auf diese Weise selbst etwas entdecken können.“ Und so schlendern die Mädchen und Jungen zwischen den Modellen hin und her, schauen, überlegen, fragen nach. Dietrich Riemann erläutert, kommt mit ihnen ins Gespräch und bringt ihnen seine Gedanken mit ganz persönlichen Worten näher. Kunstlehrerin Sylvana Kail freut sich über die Möglichkeit, eine Kunststunde so anschaulich gestalten zu können. „Vor allem der Bezug zu unserer Region ist spannend und natürlich, dass der Künstler für uns dabei ist“, sagt sie und will darüber auch noch im weiteren Unterricht sprechen.

Sarah Kemp und Julia Hildebrandt sehen sich die Objekte besonders aufmerksam an, denn auch sie leben in der ländlichen Region rund um unsere Kreisstadt. Sarah wohnt in Techentin und versteht, dass die kleinen Orte erhalten werden müssen. „Mir gefällt, dass der Künstler das auf die Weise symbolisiert“, so die Zwölfjährige. „Ich wohne in Groß Pankow, das ist nicht weit weg von Redlin und ich könnte mir vorstellen, dass so eine Plastik in der Natur eine Wirkung hat“, überlegt Julia aus der 7b. Die beiden Mädchen haben sich bewusst für den Kunstkurs an ihrer Schule entschieden. „Es macht Spaß, sich mit dieser Thematik zu beschäftigen“, sind sie sich einig. Die Unterrichtsstunde in der Galerie ist für sie deshalb besonders spannend.

Geschäftsinhaberin Brigitte Kowalsky freut sich über das Interesse eines solch jungen Publikums ebenso wie Dietrich Riemann, denn er möchte, dass seine Arbeiten verstanden werden, so sagt er. Die Ausstellung ist noch bis 24. Oktober bei „Mode Kunst Wein“ zu sehen, an diesem Tag endet sie um 19 Uhr mit einer Finissage.



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