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Parchimer Zeitung

24. Oktober 2017 | 11:45 Uhr

Drefahl : Kunst und Platt zum Nachtisch

vom
Aus der Redaktion der Parchimer Zeitung

Landgasthof Drefahl setzt auf kreative Küche und Angebote für Geist und Seele / Ruhner Land hofft auf mehr Touristen

von
erstellt am 17.Apr.2017 | 14:10 Uhr

Kreativität ist das Lebenselixier von Desiree Mannfeld. Als leidenschaftliche Köchin, die eigentlich aus Nordrhein-Westfalen stammt und auch schon in Kalifornien, Mailand, Italien, Holland und sogar Indien Erfahrungen in der Gastronomie gesammelt hat, weis die Frau genau, dass Gäste stets Neues von ihr erwarten. Im mecklenburgischen Dorf Drefahl kurz vor der Landesgrenze zu Brandenburg setzt sie nun schon seit drei Jahren ihren beruflichen Traum vom eigenen Gasthaus in die Tat um. Und die neue Saison beginnt, wie kann es anders sein, mit interessanten Angeboten für ihre Gäste.

„Kunst und Platt kommen auf die Speisekarte“, scherzt Desiree Mannfeld und führt mit Stolz in ihre Gasthaus-Galerie. Nachdem hier im Vorjahr Guntram Rothular und Miriam Schüngel erstmals ihre Bilder ausgestellt haben, präsentiert sich in diesem Jahr Ludwig Niesert mit farbenfrohen und großformatigen Arbeiten. „Wir haben uns beim Kaffee kennen gelernt. Miriam Schüngel hat sein Refugium im nahe liegenden Bresch in der Prignitz gefunden und da lag es nahe, dass wir nun zusammen arbeiten“, meint Desiree Mannfeld. Im Atelier des Künstlers hat sie die Bilder ausgewählt, die ihr am besten gefielen. Sie präsentiert sie zum Anschauen und bei Interesse auch zum Kaufen.

Ab dem 15. Mai um 15.30 Uhr – und dann jeweils am zweiten Samstag im Monat – kommt Plattdeutsches auf die Speisekarte des Drefahler Landgasthauses. „Ich freue mich sehr, dass der bekannte plattdeutsche Autor Karl-Heinz Madauß seine Geschichten bei Kaffee und Kuchen vortragen wird“, so die Chefin. Obwohl sie die plattdeutsche Sprache in ihrer Wahlheimat Mecklenburg noch nicht beherrscht, hegt sie große Sympathie für die überlieferte Mundart. Karl-Heinz Madauß hat zahlreiche Bücher mit plattdeutschen Geschichten geschrieben, die zum Teil in der Nachbarschaft spielen. Er ist auch Träger des Johannes-Gillhoff-Preises. „Ich hoffe, dass damit nicht nur ältere Gäste auf ihre Kosten kommen“, sagt Desiree Mannfeld.

„Das Landhaus liegt am Rande der Ruhner Berge zwar sehr idyllisch, aber auch etwas abseits. Da ist es nicht so einfach ganzjährig Gäste anzulocken“, gibt sie nach drei Jahren Erfahrung zu bedenken. Da war es für die charmante Gastgeberin ein Glücksfall, dass sich seit Herbst vergangenen Jahres auch die Oldtimerfreunde des legendären BMW Veteranenclubs regelmäßig zum Stammtisch im Drefahler Landgasthaus einfinden. Einer ihrer Gäste, Peter Steinacker aus dem nahe liegenden Berge in der Prignitz, hatte die Idee geboren, in dem gastlichen Haus einen Stammtisch für Oldtimerfreunde zu etablieren. Er selbst ist Mitglied im BMW Veteranenclub und hat einen Treffpunkt für Gleichgesinnte im Norden Deutschlands bislang vermisst. Am Karfreitag hat man sich nun schon zum dritten Mal bei Desiree Mannfeld getroffen.

Mit der beginnenden Saison hofft die Wirtin auf steigende Gästezahlen. „Das Ruhner Land hat viel zu bieten. Dazu gehören der Elefantenhof in Platschow, das Kulturforum in Pampin und die tolle Landschaft. Nur gemeinsam können wir die Region beleben“, sagt sie.

Am 1. Mai will sie den dritten Geburtstag des Landhauses mit ihren Gästen bei Kesselgulasch feiern. Am Herrentag ist sie im Gasthaus und im Biergarten nicht nur auf Männergruppen eingestellt.

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