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Ausstellung "Zum Raum wird die Zeit" im Kulturforum Pampin : Kunst-Trio: Täuschung ist Programm

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Sonntag Nachmittag wird die jüngste Ausstellung des Kulturforums Pampin in der Kunstscheune eröffnet. Seit Tagen sind Thomas Sander, Tino Bittner und Udo Dettmann dabei, ihr Projekt "Zum Raum wird die Zeit" aufzubauen.

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erstellt am 28.Jun.2013 | 05:32 Uhr

Pampin | Viele Parchimer können sich noch gut daran erinnern, dass Thomas Sander im Sommer 2009 im Rahmen des Kunstprojektes "Corso der Skulpturen" mit seiner Videoinstallation auf dem Gewölbeboden der St. Marienkirche für Aufsehen gesorgt hat. Auch bei Prof. Dr. Woilfgang Vogt, Geschäftsführer des Kulturforums Pampin hat das Klang-Bild-Experiment Spuren hinterlassen. "Ich glaube es ist an der Zeit, der Video-Kunst einen größeren Raum zu geben. Umso mehr freue ich mich, dass wir nun ein Künstler-Trio für unsere neue Ausstellung gewinnen konnten, das sich bereits über die Landesgrenzen hinaus einen Namen gemacht hat", so Prof. Vogt.

Morgen Nachmittag um 15 Uhr wird die jüngste Ausstellung des Kulturforums Pampin in der Kunstscheune eröffnet. Seit Tagen sind Thomas Sander, Tino Bittner und Udo Dettmann damit beschäftigt, ihr Projekt "Zum Raum wird die Zeit" aufzubauen. Da sind Kabel zu verlegen, Bildschirme aufzustellen, Spotlichter zu montieren und Befestigungen für Kunstinstallationen in den alten Stallgemäuern anzubringen. Alles deutet darauf hin, dass die Besucher eine Schau erwarten dürfen, die sich in den Medien Malerei, Zeichnung, Objekt, Klang und Video bewegt. Alle drei Künstler, die zur Generationen der über 30-, 50- und 60-Jährigen gehören, verbindet eins: Ausgangspunkt für alle ist die Malerei, in deren Kontext ihre Arbeiten letztlich zu sehen sind.

Das Kulturforum Pampin, 2008 bereits vom Bundespräsidenten als Ort der Ideen geehrt, wollte stets auch eine Präsentationsmöglichkeit für Künstlerpersönlichkeiten aus Mecklenburg-Vorpommern geben. Thomas Sander, Tino Bittner und Udo Dettmann leben und arbeiten hier und ihre künstlerische Sprache stellt aus Prof. Vogts Sicht auch die unverwechselbare Position der aktuellen Kunstszene im Land dar. Da überrascht es kaum, dass die Drei in diesem Jahr mit ihrem Projekt "Video Ergo Sum" auch in der Kunsthalle Växjö in Schweden und in der städtischen Galerie Spazio Gerra in Reggio Emilia in Italien präsent sein werden.

In der Pampiner Kunstscheune stellt das Trio unter Beweis, dass es genügend Schnittmengen gibt, um die durchaus unterschiedlichen künstlerischen Positionen in spannende Ausstellungskontexte zu verwandeln. Prof. Vogt ist sich sicher: "Dem kann man sich als Besucher kaum entziehen".

"Thomas Sander scheint am liebsten die Position des Spielers einzunehmen, der in der unendlichen Fundgrube des uns umgebenden, alltäglichen Klang- und Bildkosmos immer neue Elemente für seine Versuchsanordnungen findet", so Dr. Antonia Napp. Die Kunstwissenschaftlerin beschreibt die Arbeit von Tino Bittner, dem jüngsten im Trio, so: "Ihn interessieren Ordnungen und Systeme". "Udo Dettmann setzt sich mit den interaktiven Möglichkeiten des Realraumes auseinander. Fläche und Raum, bewegtes Bild und Objekt sind die Bestandteile, aus denen ein Dialog entsteht", meint Kunstexperte Hans Dieter Sommer.

Prof. Vogt ist sich sicher, dass dieses spektakuläre Kunstprojekt für Einheimische und Urlauber gleichermaßen interessant ist.

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