Parchimer Galerie : Kunst in all ihren Facetten bei "ebe"

<fettakgl>Kunst als Lebensinhalt:</fettakgl> Eckhard Bergmann in der Werkstatt seiner Galerie.<foto>Gabriele Knües</foto>
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Kunst als Lebensinhalt: Eckhard Bergmann in der Werkstatt seiner Galerie.Gabriele Knües

Besucher und Freunde der Parchimer Galerie ebe können freuen: Galerist Eckhard Bergmann wartet auch 2013 mit einem interessanten Programm auf. Ab 20. Januar ist eine Horst-Janssen-Retrospektive zu sehen.

svz.de von
07. Januar 2013, 10:47 Uhr

Parchim | Auf Grafiken, Malerei, Skulpturen, Objekte und vieles mehr können sich die Besucher und Freunde der Parchimer Galerie ebe in diesem Jahr freuen. Es ist Eckhard Bergmann gelungen, auch für 2013 ein wahrlich vielfältiges Programm zusammenzustellen. Bunt, schwarz-weiß, gradlinig, verschwungen, phantasievoll, realistisch, Kunst in all ihren Facetten eben. Dabei gibt der Galerist sowohl international bekannten als auch einheimischen Künstlern die Gelegenheit, ihre Werke in seinen Räumen in der Lübzer Chaussee zu präsentieren.

Den Anfang macht in diesem Jahr eine Horst Janssen -Retrospektive, in der Druckgrafiken und Zeichnungen des 1995 verstorbenen Künstlers zu sehen sein werden. Janssen gilt als einer der bekanntesten und bedeutendsten deutschen Zeichner und Grafiker der Nachkriegszeit. Zudem war er einer der ersten Künstler in den ebe-Anfangsjahren und machte die Galerie auch über Parchims Grenzen hinaus bekannt.

Ab März erwartet den Besucher dann Zwei- und Dreidimensionales. Von Rudolf Adam und Eckhard Bergmann werden Bilder und Sandsteinskulpturen zu sehen sein. Rudolf Adam lebt und arbeitet als Maler und Bildhauer in Berlin, Eckhard Bergmann ist den Galerie-freunden natürlich bestens bekannt. Zum einen als Galerist und Maler, zum anderen befasst er sich auch intensiv mit der Bildhauerei. Bei der Künstlerin Christine Dewerny besucht er seit zwei Jahren einen Bildhauerkurs. "Der Reiz dieser Ausstellung liegt in der Unterschiedlichkeit der Künstler und ihrer Werke", erklärt Eckhard Bergmann.

"Die geregelte Unwahrscheinlichkeit" können die Galeriebesucher ab Mai entdecken, wenn Thomas Reich Malerei und Objekte vorstellt. Der Künstler stammt aus dem Erzgebirge, lebt und arbeitet heute in Müggenwalde und Demmin. Thomas Reich ist zudem auch Musiker und wird eine Kostprobe seines Könnens am "KUNST OFFEN"- Sonntag bei einem Blues-Frühschoppen geben.

In die Sommermonate geht es dann mit Rüdiger Koch und Peer Oliver Nau aus Berlin bzw. Hamburg. Von Rüdiger Koch werden Stadtlandschaften zu sehen sein, Peer Oliver Nau stellt Holzskulpturen aus, die teilweise aus alten Balken entstanden sind und vom ihm auf spezielle Weise bemalt, witzige und skurrile Formen angenommen haben.

"Malerei und Anderes" untertitelt Franziska Leonhardi ihre Exposition, die im September startet. Die Zweiunddreißigjährige studierte Malerei, Grafik und andere bildnerische Medien an der Hochschule für Bildende Künste in Dresden. Ihre Kunst spiegelt sich unter anderem in Grafiken, Papierarbeiten, Scherenschnitten, Buchillustrationen und in der Audiovision wider. Während der Exposition darf der Besucher sicher auf die eine oder andere Überraschung gefasst sein.

Die sechste und damit letzte Ausstellung 2013 gestalten Christine Dewerny mit Skulpturen und Katharina Vogt mit Bildern und ebenfalls Skulpturen. Es verspricht interessant zu werden, wie beide Künstlerinnen die Unterschiedlichkeit ihrer Kunst zeigen, aber auch gleichzeitig einen Kontext, der sie verbindet.

Ein wirklich spannendes ebe-Programm, auf das sich interessierte Parchimer und Gäste freuen können, mit dem Gedanken, so eine Möglichkeit der Kunstbetrachtung fast vor der Haustür zu haben. Nicht jede kleine Stadt kann damit aufwarten. Es ist zum einen die Mischung, die den Reiz dieser kleinen, aber feinen Galerie ausmacht. Zum anderen aber sicher auch die Gewissheit, mit Eckhard Bergmann steht ein Mann dahinter, der für seine Leidenschaft, seine Galerie brennt. "Kunst ist für mich zum Lebensinhalt geworden", sagt er und wer ihn und seine Galerie kennt, der versteht. Ein Suchender sei er, immer den Blick ausgerichtet, wer wohl als Künstler in die Galerie passe, aber auch mit dem Fokus auf interessierte Besucher und natürlich Käufer der Werke. Auch das ist wichtig für den Galeriebetrieb.

Gern öffnet Eckhard Bergmann seine Türen, jeder einzelne Besucher sei ihm herzlich willkommen, zu den offiziellen Zeiten, aber auch stets darüber hinaus. Gern würde er zum Beispiel auch Schulklassen durch die Ausstellungen führen. Kosten entstehen bei Eckhard Bergmann niemandem, denn der Eintritt in seine Räume ist frei. Für 2013 hat der rührige Galerist neben den Ausstellungen auch andere Pläne. Highlights möchte er auch dazwischen schaffen, Filmabende sind geplant. Und all das in einer Atmosphäre, die Kunst atmet und den Besucher einfängt, wenn er es will und zulässt. Wir dürfen gespannt sein.

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