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Parchimer Zeitung

19. Oktober 2017 | 18:33 Uhr

Drefahl : Kunst für die Pause vom Vergessen

vom
Aus der Redaktion der Parchimer Zeitung

Lokale Akteure bereiten Woche der Demenz vor. Skulpturenpark Pampin unterstützt Projekt. Teilnehmer aus Ruhner Land und Prignitz.

von
erstellt am 23.Aug.2017 | 05:00 Uhr

„Wir betreten kein Neuland, sondern setzen in der Aktionsgruppe Lokale Allianz für Menschen mit Demenz Erfahrungen um, die weltweit gemacht wurden. Die bevorstehende Woche der Demenz bietet sich dafür an“, sagt Sabine Uhlig. Als studierte Kulturgeragogin (Kulturarbeit mit Älteren) hat sich die Drefahlerin mit dem Thema umfassend beschäftigt. An der Medical School in Hamburg, im Lehmbruckmuseum Duisburg, im Zentrum für Gerotologie in Zürich und im Museum of Modern Art in New York werden Menschen mit Demenz seit einiger Zeit auf Entdeckungsreise durch die Kunst begleitet. „Das Kulturforum Pampin in unmittelbarer Nachbarschaft bietet sich dafür ebenfalls an, um für Betroffene, Angehörige, Betreuer und Pflegekräfte aus dem Ruhner Land und der benachbarten Prignitz eine kulturelle Pause vom Vergessen zu organisieren“, sagt Sabine Uhlig. Sie hat in den vergangenen Tagen mehr als 70 Einladungen an Pflegeeinrichtungen und Seniorenheime der Region verschickt, um für die Projektwoche zu werben.

Im Kulturforum traf das Anliegen auf offene Ohren. „Mit unserem Konzept der Verbindung von Natur und Kunst möchten wir unseren Beitrag leisten, um bei Betroffenen Erinnerungen aus der Vergangenheit zu wecken“, meint Prof. Dr. Wolfgang Vogt. Für ihn könnte dies der Beginn einer langfristigen Zusammenarbeit werden. Neben speziellen Führungen für bis zu acht Betroffene und ihren Begleiter, die stets mit einem gemütlichen Beisammensein bei Kaffee und Kuchen beginnen, sind anschließend auch eigene künstlerische Betätigungen mit Knetmasse möglich.

Unter dem Titel „Fenster in verborgene Welten – Möglichkeiten und Perspektiven der Kunstbetrachtung mit Menschen mit Demenz“ ist am Weltalzheimertag (21. September) ein Workshop mit Pflegekräften, Betreuern und Alltagsbegleitern im Skulpturenpark geplant.

 

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