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Parchimer Zeitung

17. Oktober 2017 | 15:10 Uhr

Parchim : Kulturkalender 2017 prall gefüllt

vom
Aus der Redaktion der Parchimer Zeitung

Veranstaltungen im Parchimer Kultursommer werden wieder auf einem Flyer gebündelt

von
erstellt am 28.Jan.2017 | 05:00 Uhr

Parchim ist eine Kulturstadt. Dafür sorgen zahlreiche Vereine und Initiativen, Kirchengemeinden mit ihren Fördervereinen, Interessengruppen, öffentliche Kultureinrichtungen, private Veranstalter sowie Alleinkämpfer, die etwas für die Allgemeinheit bewegen wollen. Etwa 50 Vertreter folgten in dieser Woche einer Einladung der Stadtverwaltung. Sie bittet traditionell zu Beginn eines neu angebrochenen Jahres auf dem Gebiet der Kultur Engagierte an einen Tisch. Und die ließen keinen Zweifel daran, dass sie auch 2017 für einen prall gefüllten Parchimer Kulturkalender sorgen werden.

Ein Sommermuseum wird es 2017 allerdings nicht in Parchim geben, informierte der für Kultur zuständige Fachbereichsleiter Dirk Johannisson. Die Stadt habe damit dem Wunsch der Mitarbeiter des Museums, insbesondere des Museumsleiters, Rechnung getragen, da man in diesem Jahr das ganze Augenmerk auf die Erarbeitung des neuen Museumskonzeptes richten wolle. Alternativ wird das Museum aber im Sonderausstellungsraum eine Präsentation vorbereiten, in der besondere stadtgeschichtliche Daten bzw. Jubiläen von Persönlichkeiten gewürdigt werden. So jährt sich in diesem Jahr der 100. Todestag des Kirchenmalers Willi Schomann (1881-1917). Unter seiner Regie wurde 1908 die Innenausmalung der St. Marienkirche mit den großen Aposteldarstellungen im Altarraum geschaffen.

Ankündigen konnte Dirk Johannisson zwei zusätzliche Veranstaltungen für 2017 in der Eldestadt: Am 1. und 2. April wird in der Kreisstadt der Landeswettbewerb von „Jugend musiziert“ ausgerichtet. Die Abschlusskonzerte finden abends in der Stadthalle statt. „Es ist für uns eine große Ehre, dass dieser Wettbewerb nach Parchim kommt. Wir freuen uns sehr darauf“, sagte Dirk Johannisson. Darüber hinaus gilt als so gut wie sicher, dass das Finale der NDR-Sommertour auf dem Martini-markt-Festplatz stattfinden wird. Als Termin wird derzeit der 2. September gehandelt.


Stadt gibt 7000 Euro für Kulturförderung


Kerstin Häger, Mitarbeiterin im städtischen Kulturressort, kündigte an, dass es auch für den Kultursommer 2017 wieder einen besonderen Flyer geben wird, auf dem alle Termine verschiedener Veranstalter gebündelt werden. Ausdrücklich ermunterte sie die Vereine, Kulturfördermittel der Stadt in Anspruch zu nehmen. Für 2017 stehen insgesamt ca. 7000 Euro bereit – in etwa die Summe wie im Vorjahr. Kulturvereine bzw. Initiativen sollten sich nicht scheuen, Förderanträge zu stellen. Sie müssen allerdings rechtzeitig vor Beginn der Maßnahme im Stadthaus vorliegen. Bei Fragen steht Kerstin Häger im Vorfeld gern als Ansprechpartnerin zur Verfügung. Wer in den nächsten sechs Monaten vom Kulturfördertopf des Landkreises profitieren möchte, muss seinen Mittelantrag für das erste Halbjahr bis zum 31. Januar bei der Kreisverwaltung eingereicht haben.

Die Stadt selbst bereichert das Kulturprogramm u. a. mit einem Picknickkonzert am 16. Juli auf der Parkanlage Alter Friedhof. Es wird zum neunten Mal veranstaltet. Das 12. Museumshoffest findet am 5. August statt. Vom 19. bis 21. Mai wird das Stadtfest gefeiert. Die Kunstschau kann zum fünften Mal auch durch das Zutun der Stadt stattfinden. Vom 22. Juli bis zum 27. August zeigen 20 Künstler in der Stadthalle jeweils fünf Werke. Der Arbeitstitel „Menschenbilder“ soll demnächst in ein konkretes Motto gegossen werden, kündigte Galerist Eckhard Bergmann an.

Apropos Stadthalle: Im vergangenen Jahr fanden hier 107 Veranstaltungen statt, die Theateraufführungen noch nicht mitgezählt. Für 2017 sind bereits 58 Termine verbindlich vereinbart. Tatsächlich kann die Stadt mittlerweile gar nicht mehr allen Anfragen von Veranstaltern gerecht werden, da der große Saal seit nunmehr drei Jahren auch als Spielstätte vom Jungen Staatstheater Parchim genutzt wird, das bekanntlich seine eigene Bühne in der Blutstraße wegen baulicher Mängel aufgeben musste.

 

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