Parchim : Künstler macht die Stadt bunter

Kai Arendt vor seinem Werk am Giebel des Hauses Ecke Mühlenberg/Fischerdamm
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Kai Arendt vor seinem Werk am Giebel des Hauses Ecke Mühlenberg/Fischerdamm

Kai Arendt gestaltete Giebelwand. Stadtwerke erteilten den Auftrag. Hauseigentümer gab die Möglichkeit.

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30. August 2016, 05:00 Uhr

Er ist ein Blickfang für alle, die vom Großparkplatz Fischerdamm in Richtung Innenstadt unterwegs sind: Ein knapp zehn Meter hohes und etwa neun Meter breites Bild an einem Giebel Ecke Mühlenberg/Fischerdamm. Die Fläche, nämlich seine Hauswand, hat Eigentümer Berno Gerstmann zur Verfügung gestellt. Den Auftrag für das Bild gaben die Stadtwerke. Und geschaffen hat es der Parchimer Airbrush-Künstler Kai Arendt.

Im Zentrum des Bildes ist der Parchimer Wasserturm, gemalt nach dem 31 Meter hohen und 110 Jahre alten Backsteinbau in der Stadt, das als technisches Denkmal erhalten ist und auch die Vorlage für das Firmenlogo der Stadtwerke lieferte. Das neue Abbild der Sehenswürdigkeit am Giebel des Hauses ist immerhin knapp siebeneinhalb Meter groß.

Die Stadtwerke hatten Kai Arendt schon mit einem anderen beeindruckenden Bild beauftragt – an einer Mauer am Firmensitz in der Meyenburger Straße. „Inspiriert von dem überraschend umfangreichen und ausschließlich positiven Feedback, den wir von unseren Kunden für die kleine Wandgestaltung an der Meyenburger Straße erhalten haben, wollten wir noch mehr Farbtupfer in die Stadt bringen, die genügend Sehenswertes hat“, so Joachim Stark, Leiter Netzbetrieb bei den Stadtwerken. „Schon damals haben wir bei der Motivauswahl auf unseren Parchimer Airbrush-Künstler, Kai Arendt, gesetzt. Mit ihm haben wir auch dieses Projekt entwickelt und das einzige Wahrzeichen darstellen lassen, dass dem Format des Giebels entspricht.“ Dankbar ist Stark Hauseigentümer Berno Gerstmann, der diese Möglichkeit gab, weil er sofort von dem Motiv begeistert war. Stark: „Ich bin jetzt schon gespannt zu hören, wie die Parchimer unsere Idee und die gestalterische Umsetzung aufnehmen.“

Erst kürzlich sind der Gerüste gefallen – und Airbrush-Künstler Kai Arendt hat bisher schon einiges Lob gehört. Zwischen zwei und drei Wochen hat er an dem Wandbild gearbeitet. Zwischenzeitlich gab es schlechtes Wetter, bei dem er nicht weiter voran kam. Mit Acrylfarben hat er auf den Wänden gemalt und abschließend einen Acryllack aufgetragen, der das Bild wetterfest macht. Den Himmel habe er bewusst nicht so hell gestaltet, sagt Kai Arendt. Es sei ein „typisch Mecklenburger Himmel.“

Arendt lobt die gute Zusammenarbeit mit den Stadtwerken und freute sich ebenso über die „ganz netten Leute“, die Familie Gerstmann, die ihn auch bewirtet habe.

Kai Arendt hatte in diesem Jahr auch bereits die Giebelwand eines Privathauses in der Schweriner Straße/Ecke Brinckman-Straße in ein Kunstwerk verwandelt. Für den Parchimer, der vielerorts großformatige farbige Bilder schafft, ist es besonders reizvoll, in seiner Heimatstadt zu arbeiten. Und da würde ihn auch noch mancher Hausgiebel reizen – beispielsweise in der Weststadt.


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