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Top-Ausbildungsbetrieb Parchim : Künftige Kapitäne der Landstraße

vom
Aus der Redaktion der Parchimer Zeitung

Transportunternehmen Volker Rumstich zum siebten Mal in Folge Top-Ausbildungsbetrieb

von
erstellt am 12.Mär.2017 | 17:32 Uhr

„Lass Profis transportieren“, ist das Motto des Parchimer Familienunternehmens Volker Rumstich. „Lass Profis ausbilden“, würde die IHK Schwerin sagen. Zum siebten Mal in Folge zeichnete sie das Transportunternehmen als Top-Ausbildungsbetrieb aus.

John Schnabel hat nichts gegen die Auszeichnung einzuwenden. Der 19-jährige Neustrelitzer hat gerade einen großen Mercedes-Benz Actros Gliederzug mit Wechselpritschen auf dem Hof abgestellt – rückwärts akkurat eingeparkt. Das 40-Tonner-Gespann steht wie mit dem Lineal ausgerichtet. John Schnabel ist einer von 13 Auszubildenden des Unternehmens, zwölf wollen Kraftfahrer werden, einer Speditionskaufmann. Der junge Neustrelitzer ist im zweiten von drei Ausbildungsjahren. Das heißt, er darf Lkw alleine steuern, ein Beifahrer ist an Bord.

Warum gerade dieser Job, warum hier in Parchim? John Schnabel sagt, er liebe das Fahren, müsse unterwegs sein: „Ich habe mich hier beworben, weil ich viel Gutes gehört habe. Die fordern was von dir, aber wenn du es kannst, lassen sie dich machen. Und der Chef fährt auch selbst.“ Der Chef Volker Rumstich stellt gleich klar, dass seine Kraftfahrer Kapitäne der Landstraße sind, bloß keine „Trucker“, womöglich noch mit Cowboyhut. Heißsporne sind hier eindeutig falsch, die Verantwortung ist zu groß. Entsprechend professionell läuft die Ausbildung. Tochter Katja Rumstich, die sich auch in Ausbildungsausschüssen engagiert und selbst prüft: „Wer bei uns lernt, durchläuft einen Stationsbetrieb und lernt alle Bereiche kennen. Dazu gehört die Werkstatt, Wartung, kleinere Reparaturen, aber auch die Abfahrtskontrolle.“

Dass ein mittelständisches Unternehmen gleich 13 junge Männer ausbildet, ist bemerkenswert. Volker Rumstich: „Wir haben natürlich ein ureigenes Interesse daran, unseren eigenen Nachwuchs auszubilden. Unsere Mitarbeiter müssen später in jeder Situation ihren Mann oder ihre Frau stehen.“ Deshalb sei man auch auf Ausbildungsmessen präsent. Wolfgang Waldmüller, Regionalleiter des hiesigen Unternehmerverbands bestätigt das überdurchschnittliche Engagement: „Volker Rumstich hat schon sehr früh erkannt, dass die Wirtschaft um Fachkräfte werben muss.“

Katja Rumstich hat noch ein Argument parat: „Kraftfahrer ist ein Beruf mit Zukunft. Ohne Lkw läuft nichts.“ Das sieht auch der angehende Kapitän der Landstraße John Schnabel so: „Ich wusste schon ein paar Mal, dass ich mein eigenes Paket an Bord hatte.“ Apropos Lkw: Der Transportsektor hat sich längst zum Technologieführer entwickelt. Der Rumstich-Fuhrpark ist im Schnitt 2,5 Jahre jung. „Alle unsere Fahrzeuge bekämen eine Blaue Plakette“, sagt Katja Rumstich. An Bord sind Abstandswarner, Notbremssysteme und PPC, ein System, das vor dem Berg entscheidet, ob Zurückschalten sinnvoll ist.

In der Ausbildung schaltet das Parchimer Unternehmen jedenfalls nicht zurück. John Schnabel freut es: „Das ist mein Beruf.“ 

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