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Gebühren : Künftig gilt: 9,50 Euro pro Wohnung

vom
Aus der Redaktion der Parchimer Zeitung

Im Parchimer Umland wurden für 2016 neue Regelungen für die Trinkwassergrundgebühr beschlossen

von
erstellt am 07.Okt.2015 | 08:49 Uhr

Egal ob Mieter in einem Wohnblock oder Eigentümer eines Einfamilienhauses: Ab 2016 wird im Parchimer und Lübzer Umland für jede Wohnung eine Trinkwassergrundgebühr von 9,50 Euro pro Monat fällig. Diese Entscheidung fiel am Montagabend auf der Verbandsversammlung des Wasserversorgungs- und Abwasserzweckverbandes Parchim-Lübz (WAZV). Geschäftsführer Lothar Brockmann sprach am Dienstag von einer kontroversen, aber sachlichen Debatte unter den Vertretern der Gemeinden. Zwei Drittel der kommunalen Vertreter stimmten zu.

Bisher wird die Grundgebühr allein pro Wasserzähler erhoben, wobei die bei größeren Abnehmern wie Betrieben höher ausfällt. Künftig spielt zusätzlich die Zahl der Wohnungen oder Ferienhäuser hinter dem Zähler eine Rolle. Für Anschlüsse in Eigenheimen und Reihenhäusern gilt seit Jahren eine Grundgebühr von 9,50 Euro pro Monat, da sie eigene Zähler haben. Das betrifft 90 Prozent der Anschlüsse. Ebenfalls diese Summe wird bislang beispielsweise für einen ganzen Block mit einem Zähler, aber sechs Wohnungen fällig. Ab 2016 gelten 9,50 Euro für jede Wohnung.

Fünf Jahre lang habe es keine Gebührenerhöhung gegeben, sagt Lothar Brockmann. 2016 ging es nicht mehr ohne eine Erhöhung. Der Geschäftsführer sieht in dem jetzt beschlossenen Modell, das für ein Zehntel der Anschlüsse eine Mehrbelastung bedeutet, den Vorteil, dass eine „Abgabengerechtigkeit“ gewährleistet werde. Zudem versetzten die Einnahmen den WAZV nach bisherigen Berechnungen in die Lage, die Beiträge weitere fünf Jahre stabil zu halten. Verbraucher zahlen beim Verband neben genannter Grundgebühr pro Kubikmeter Trinkwasser 1,38 Euro plus Mehrwertsteuer.

Der Ganzliner Bürgermeister Jens Thiemer hatte im Vorfeld der WAZV-Beratung in der SVZ darauf hingewiesen, dass für Geschossbauten Mehrbelastungen von bis zu 100 Euro pro Jahr und Wohnung drohen.

Lothar Brockmann erwidert, dass der Eigentümer der Wohnungen entscheidet, ob und wie er die Grundgebühr umlegt. Andere Verbände würden bereits nach diesem Modell arbeiten. Der WAZV habe es 2011/2012 erstmals den Bürgermeistern vorgestellt, ohne dass es damals zu einer Beschlussvorlage kam.

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