Noch vor dem Weihnachtsfest : Kriegsflüchtlinge aus Syrien

Raus aus dem Bürgerkrieg:  Die ersten der rund 5000 Flüchtlinge, die nach Deutschland kommen, sind bereits im September am Flughafen  in Hannover gelandet.
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Raus aus dem Bürgerkrieg: Die ersten der rund 5000 Flüchtlinge, die nach Deutschland kommen, sind bereits im September am Flughafen in Hannover gelandet.

Übergangswohnheim im ehemaligen Lehrlingsinternat am Westring steht zur Aufnahme bereit / Betreuungspersonal bereitet Flüchtlinge auf das Leben in Deutschland vor

svz.de von
14. Dezember 2013, 14:30 Uhr

Der Landkreis Ludwigslust-Parchim erwartet noch vor dem Weihnachtsfest erste Kriegsflüchtlinge aus Syrien. Untergebracht werden sie in einem Übergangswohnheim für Flüchtlinge, das der Landkreis in diesem Monat eröffnet hat, teilten der Landkreis und die Stadt Parchim mit.

Das Übergangswohnheim werde rund um die Uhr durch eine Betreiberfirma und eine Bewachungsfirma betreut. Die Unterkunft befindet sich in einem ehemaligen Lehrlingswohnheim am Westring in Parchim. Es hat eine Kapazität von 53 Plätzen.

Neben der Verpflichtung durch Bund und Land bewerten sowohl der 1. Stellvertreter des Landrates, Wolfgang Schmülling, als auch Parchims Bürgermeister Bernd Rolly die Aufnahme von Kriegsflüchtlingen als selbstverständlichen humanitären Akt.

„Vor dem Hintergrund der deutschen Geschichte und mit Blick auf das unendliche Leid der Zivilbevölkerung in Kriegsgebieten ist unsere Hilfe und Unterstützung unbedingt geboten“, sagt Wolfgang Schmülling. So sieht es auch Bernd Rolly: „Die Kreisstadt Parchim ist eine weltoffene Stadt. Wir wollen alles dafür tun, dass die Kriegsflüchtlingen hier eine neues Zuhause finden.“

Grundlage für die Aufnahme von Flüchtlingen ist die Entscheidung vom 20. März 2013 des Bundesministers des Innern im Einvernehmen mit den Innenministern und -senatoren der Länder. Hier wurde beschlossen, in einem ersten Schritt 5000 besonders schutzbedürftige syrische Flüchtlinge für die Dauer des Konflikts und dessen für die Flüchtlinge relevanter Folgen in Deutschland aufzunehmen.

Die Flüchtlinge werden nach einem festgelegten Schlüssel auf die Bundesländer verteilt. Auch in Mecklenburg-Vorpommern wurden inzwischen schon Flüchtlinge auf Grund dieser Anordnung aufgenommen. Diese werden innerhalb des Landes ebenfalls nach einem Schlüssel auf die einzelnen Landkreise und kreisfreien Städte verteilt.

Es handelt sich herbei um den gleichen Schlüssel, der auch bei der Verteilung der Asylbewerber angewandt wird.

Um diesem Beschluss gerecht zu werden, hat sich der Landkreis Ludwigslust-Parchim dafür entschieden, für Kriegsflüchtlinge ein Übergangswohnheim zu eröffnen. Hier werden die Flüchtlinge neben der Versorgung mit Wohnraum auch durch Betreuungspersonal vor Ort beraten und unterstützt, um sich schnell in das Leben, die Gesetze und die Gepflogenheiten in Deutschland einzufinden. Ziel ist, dass die Flüchtlinge durch eine gute Betreuung Grundkenntnisse in der deutschen Sprache erwerben und sich eine eigenständige Wohnung suchen können, teilen der Kreis und die Stadt Parchim mit.

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