Bibliotheken-Online-Projekt gestartet : Kreisstadt im Quartett der Stadtbibliotheken

<fettakgl>Der Chef des Landesbibliotheksverbandes</fettakgl>, Wismars Bürgermeister Thomas Beyer (r.) startete mit Oberbürgermeisterin Angelika Gramkow, Ludwigslusts Bürgermeister Reinhard Mach (2.v.r.) und Parchims 2. Stadtrat Dirk Johannisson das Projekt.<foto>svz</foto>
Der Chef des Landesbibliotheksverbandes, Wismars Bürgermeister Thomas Beyer (r.) startete mit Oberbürgermeisterin Angelika Gramkow, Ludwigslusts Bürgermeister Reinhard Mach (2.v.r.) und Parchims 2. Stadtrat Dirk Johannisson das Projekt.svz

Die Kooperationsvereinbarung zum Zusammenschluss der Stadtbibliotheken Schwerin, Wismar, Parchim und Ludwigslust zur gemeinsamen "Mecklenburg-Onleihe" wurde nun unterzeichnet.

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04. März 2013, 09:42 Uhr

Parchim/Schwerin | "Bibliotheken brauchen Orte, und zwar Orte, an denen sie nahe bei den Menschen sind. Deshalb gratuliere ich Schwerin zu der Entscheidung des Hauptausschusses, dass die Stadtbibliothek, wenn schon nicht am angestammten Platz, so doch auch künftig in der Innenstadt bleiben wird", sagte der Chef des Landesbibliotheksverbandes, Wismars Bürgermeister Thomas Beyer. Er unterzeichnete gemeinsam mit Oberbürgermeisterin Angelika Gramkow, Ludwigslusts Bürgermeister Reinhard Mach und Dirk Johannisson, 2. Stadtrat der Stadt Parchim, eine Kooperationsvereinbarung zum Zusammenschluss der vier Stadtbibliotheken zu einer gemeinsamen "Mecklenburg-Onleihe". Damit wird jedem Nutzer von einer dieser vier Einrichtungen der Zugriff auf alle digitalen Bücher, Zeitungen und Zeitschriften auch der anderen Bibliotheken ermöglicht.

"Es freut mich sehr, dass wir mit diesem Projekt wieder einen Schritt weiter in unserer Kooperation in der Region vorangekommen sind", sagte Gramkow. "Damit ermöglichen wir vielen Bürgern einen umfangreicheren Zugang zu Büchern und anderen Medien." Ausdrücklich verwies die Oberbürgermeisterin jedoch darauf, dass auch die beste Onleihe den Kultur- und Bildungsort Bibliothek nicht ersetzen kann.

Diese Auffassung vertritt auch Dr. Frank Pille, der Direktor der Landesbibliothek. "Ich kann Frau Gramkow nur zustimmen: Die Stadtbibliothek ist unverzichtbar. Sie ist als Lernort und für die kulturelle Bildung unentbehrlich. Sie ist eine Schnittstelle für soziale Kontakte und leistet einen wesentlichen Beitrag zur Vermittlung von Medienkompetenz. Jeder Nutzer wird bestätigen: Es gibt keinen besseren Ort zum Studieren und Lernen als eine Bibliothek", sagte Dr. Pille.

Nach der Vertragsunterzeichnung im Perzinasaal wurde der symbolische Startschuss für das Online-Angebot der vier kommunalen Bibliot heken gegeben. Die neue Plattform heißt "Mecklenburg-Onleihe". Nutzer haben damit Zugriff auf die elektronischen Medien der Stadtbibliotheken Schwerin und Wismar, gleichzeitig aber auch auf die Medien, die in Ludwigslust und Parchim angeschafft wurden. Das erweiterte digitale Angebot der beteiligten Städte, das monatlich wachsen wird, umfasst zur Zeit etwa 6000 Medien für Kinder und Erwachsene. Voraussetzung für die Nutzung ist eine gültige Anmeldung als Leser in einer der vier Bibliotheken. Die Titel können über das Internet heruntergeladen und samt Leihfrist auf das entsprechende Endgerät übertragen und zum Teil auch ausgedruckt werden. Nach dem Ablauf der von der Bibliothek festgelegten Leihfrist erlischt die Lizenz, und der jeweilige Titel kann nicht mehr geöffnet werden.

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