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Die Stimme der Schüler : Kreisschülerrat bekommt jetzt Geld

vom
Aus der Redaktion der Parchimer Zeitung

Nach Kritik an schleppender Kostenerstattung: Verwaltung stellt eigenes Budget für Schülervertreter bereit

svz.de von
erstellt am 08.Okt.2014 | 17:48 Uhr

Im Mai gewählt, fordert der Vorstand des Kreisschülerrats (KSR) jetzt mit Nachdruck die Unterstützung des Landkreises ein. „Es kann nicht angehen, dass wir unsere Fahrtkosten aus eigener Tasche tragen müssen“, monierte die Vorsitzende Lisa-Marie Schmidt (Robert-Stock-Gymnasium, Hagenow) bei der jüngsten Sitzung des Ausschusses für Bildung, Kultur und Sport. Die CDU hatte das Thema auf die Tagesordnung gesetzt.

Lisa-Marie Schmidt legte vorab den Fraktionsvorsitzenden des Kreistags für die nächste KSR-Vorstandssitzung ihre Kostenplanung vor, die sich auf 450 Euro beläuft. Nach der KSR-Gründungsversammlung in Demen (wir berichteten) seien nicht allen 37 Teilnehmern ihre Fahrtkosten erstattet worden.

Der Grund: Die Angaben in den Erstattungsanträgen seien nicht komplett gewesen, beschwichtigte Ausschussvorsitzender Stefan Sternberg (SPD), der bei der Kreisverwaltung entsprechend nachgefragt hatte. „Wir müssen die Finanzierung des Kreisschülerrats haushaltsrechtlich auf sichere Beine stellen.“ Problematisch jedoch sei es, vorab irgendwelche Finanzmittel auszuschütten. „Auf welches Konto und wer haftet?“, fragte Sternberg. Er schlug vor, für die Abrechnung von Reisekosten die gesetzlichen Bestimmungen des Landes anzuwenden.

Guido Wiese vom Schulverwaltungsamt des Landkreises versicherte, dass dem Kreisschülerrat die komplette Unterstützung des Fachdienstes 40 (Bildung, Kultur und Sport) zur Verfügung stehe. „Die Übernahme der Kosten für Porto, Druck, Büromaterial oder die Bereitstellung von kreiseigenen Räumlichkeiten ist völlig unproblematisch.“

Bislang seien die Ausgaben für den Kreisschülerrat über das Budget für den Kreiselternrat abgewickelt worden. Wiese und auch Fachdienstleiter Rainer Pekram betonten, dass die Kosten für die diesjährige Arbeit des Kreisschülerrats völlig gedeckt seien. Für 2015 sei vorgesehen, ein Budget von 4400 Euro bereitzustellen.  Der Fachdienst wurde vom Ausschuss beauftragt, nach Vorbesprechung mit dem Kreisschülerrat eine Geschäftsordnung für die Arbeit dieses Gremiums zu erstellen. Vorbild dafür sollen andere Landkreise sein. „Wir müssen froh sein, dass sich dieses Gremium gebildet hat“, betonte Ute Frehse (CDU). Die Christdemokraten hatten mit einem förmlichen Antrag die Unterstützung der Schülervertretung gefordert. „Dadurch können auch für den Landkreis förderliche Ergebnisse erreicht werden.“

KSR-Vorsitzende Lisa-Marie Schmidt nutzte die Ausschusssitzung, die Arbeitsschwerpunkte der Schülervertretung vorzustellen: „Seit der Gründungsversammlung hat sich das Interesse unserer Mitschüler für Politik gesteigert.“ In dem zwölfköpfigen Vorstandsgremium seien alle Schulformen vertreten. Für gemeinsame Sitzungen aber seien wegen der kreisweit verstreuten Standorte lange Wege in Kauf zu nehmen. Ziele des Kreisschülerrats seien unter anderem, die Inklusion von Mitschülern mit Handicaps oder Migrationshintergrund zu stärken und das Wissen um Mobbing zu vergrößern. Die Kommunikation an den Schulen soll sich verbessern. Der Kreisschülerrat will zu Projekten anregen und bei deren Durchführung helfen. Nicht zuletzt wolle der KSR aufmerksam die Neuauflage des Schulentwicklungsplans verfolgen, „um die Schließung von Schulen im Landkreis zu verhindern“.

 

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