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Parchimer Zeitung

11. Dezember 2017 | 23:51 Uhr

Parchim : Kreative bringen den Kreis voran

vom
Aus der Redaktion der Parchimer Zeitung

Wissenschaftler der Leibniz-Universität Hannover untersuchen, welche Markenzeichen zum Landkreis Ludwigslust-Parchim passen

svz.de von
erstellt am 31.Mai.2016 | 21:00 Uhr

Was hat die Uni Hannover mit der Zukunft des Landkreises Ludwigslust-Parchim zu tun? Die Wissenschaftler erforschen, wie sich Regionen zukunftsorientiert entwickeln können. Erstes Zwischenergebnis: Die Einbindung von Künstlern kann den gesamten Landkreis voranbringen.

In einem Werkstattgespräch stellten jetzt Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler der Leibniz-Universität in Hannover ausgewählte Zwischenergebnisse des Bundesforschungsprojektes „Regiobranding“ vor. Branding meint die Einführung einer Marke.

Die Kernfrage war, inwieweit sich die Besonderheiten der Kulturlandschaften in Teilen des Landkreises Ludwigslust-Parchim nutzen lassen, um die Regionen zukunftsorientiert weiterzuentwickeln. Dazu arbeiten Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler unterschiedlicher Disziplinen, wie Architektur und Landschaftsplanung, Archäologie und Wirtschaftsgeographie sowie die Akteure aus den Regionen, Hand in Hand.

„Letztendlich wird es darum gehen, gemeinsam mit Akteuren vor Ort, die wissenschaftlichen Ergebnisse so aufzubereiten, dass sie als Grundlage für das Selbstverständnis der Region dienen können“, sagt Daniela Kempa vom Institut für Umweltplanung an der Universität Hannover.

„Bis Ende 2017 sollen Kommunikationsprozesse angestoßen und in den Regionen kooperative Lernmethoden erprobt werden, die letztendlich in einem oder mehreren Modellprojekten münden sollen.“ So werden die wissenschaftlichen Ergebnisse mit den Regionen in Werkstattgesprächen zunächst diskutiert, bevor sie in Arbeitsgruppen weiterentwickelt werden.

Bereits im vergangenen Jahr hatten die Wissenschaftler mit Haushalts- und Künstlerbefragungen sowie Experteninterviews in beiden Regionen wichtige Informationen gesammelt und Daten erhoben. Noch sind die umfangreichen Daten nicht endgültig ausgewertet, aus diesem Grund präsentierten die Fachleute ausgewählte Zwischenergebnisse. So auch Christina Reissmann, die im Rahmen einer Künstlerbefragung für ihre Masterarbeit nachwies, dass die Einbindung von Kreativen ein großes Entwicklungspotenzial für die Region darstellt. „Dies ist zwar nur ein Zwischenergebnis“, so Christina Reissmann in ihrem Vortrag. „Aber angesichts der hohen Bereitschaft von Kulturschaffenden in beiden Regionen, sich für die Gesellschaft zu engagieren, gibt es durchaus Grund, diese stärker einzubinden.“

Welche Aspekte von „Kulturlandschaft“ für die Regionalentwicklung genutzt werden können, wie insbesondere jüngere Menschen für gesellschaftliches Engagement gewonnen werden können, waren die Themen der Arbeitsgruppen, an denen sich mehrere Dutzend regionale Akteure an der Diskussion beteiligten.

Im Herbst sollen die Forschungsergebnisse in einem öffentlichen Regionalforum vorgestellt und in darauffolgenden Beteiligungsgruppen weiter ausgelotet werden, welche zukunftsorientierten Modellprojekte bis Ende 2017 entwickelt werden können. Vielleicht geben die Studenten des Studienganges Landschaftsarchitektur und Umweltplanung dann etwas mehr von ihrem „Tatort Kulturlandschaft“ preis. Bei ihrem Vortrag machten sie jedenfalls auf ihren im Rahmen eines Studienmoduls erarbeiteten Krimi „Aufgewühlt – Die Griese Gegend in Aufruhr“ neugierig und ernteten für ihren Vortrag viel Beifall.

Susan Koch

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