Parchim : Krankenhaus bereit für die Zukunft

Der neue Magnetresonanztomograph ist sehr ausgelastet, sagt MT-Radiologieassistentin Anna Kjulbassanoff.
Der neue Magnetresonanztomograph ist sehr ausgelastet, sagt MT-Radiologieassistentin Anna Kjulbassanoff.

Gesundheitsversorgung auf dem Land: Asklepios-Klinik Parchim hat neun Millionen Euro in neue Notaufnahme, Intensivmedizin und MRT investiert

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07. Februar 2020, 05:00 Uhr

Wir wollen in dieser Woche die Gesundheitsversorgung auf dem Land näher beleuchten. Heute geht es erneut um das Krankenhaus in Parchim, diesmal um die Investitionen des Asklepios-Konzerns in die Zukunft des Standortes.

Pflegedienstleiter Siegfried Hornburg ist der Stolz über die Neuerungen in seinem Krankenhaus bei seiner Führung deutlich anzumerken. Neun Millionen Euro investierte Asklepios in den vergangenen Jahren in den Parchimer Standort, zwei Millionen Euro gab es als Fördermittel.

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Nun ist eine moderne Notaufnahme mit mehreren Untersuchungsräumen und größerem Wartebereich entstanden. Ende 2018 wurde die neue Intensivstation mit einem zweiten sogenannten Schockraum fertig und es gibt einen sehr futuristisch wirkenden Magnetresonanztomographen (MRT). „Durch die Neuerungen dürfen wir auch in Zukunft eine integrierte Notaufnahme anbieten“, erklärt der Chef der 34 Pflegekräfte.

schockraum
 

Dafür müssen in einem Krankenhaus 24 Stunden am Tag MRT und Herzkatheterlabor zu Verfügung stehen, die Intensivstation muss mindestens zehn Betten haben – in Parchim sind es jetzt 14 statt früher acht – die Notaufnahme sechs Plätze und mehrere Untersuchungsräume anbieten.

Und es muss mindestens ein Hubschrauberlandeplatz vorhanden sein. An diesem wird gearbeitet, er soll auf dem Dach des Krankenhauses entstehen, allerdings erst 2021. Bis jetzt können Hubschrauber in Parchim nur auf dem entfernten Festplatz landen. Der Hubschrauberlandeplatz wird in Zukunft auch immer wichtiger, um Kinder in Notfallsituationen nach Schwerin fliegen zu können, da es ja keine Kinderstation mehr in Parchim gibt.

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An diesem Nachmittag wartet nur eine Frau im chirurgischen Untersuchungsraum der Notaufnahme. Hier könnte sogar ein Patient mit dem Verdacht auf das Corona-Virus aufgenommen werden. Es gibt neuerdings einen modernen Quarantäneraum. „Aus dem dringt keine Luft nach außen, sie wird nach innen gesogen und ins Freie abgegeben“, so Siegfried Hornburg. Der Raum kann selbstverständlich über eine Schleuse betreten werden, einen kleinen Nebenraum.

rezeption
 

„Ein Patient hat sich bisher bei uns gemeldet, der geglaubt hat, am Corona-Virus erkrankt zu sein“, erzählt Schwester Michelle aus der Notaufnahme. Der Verdacht habe sich nicht bestätigt.

„Das Magnetfeld des neuen MRT beträgt 1,5, Tesla“, erklärt MT-Radiologieassistentin Anna Kjulbassanoff. Deshalb darf die Redakteurin auch nicht den Raum betreten, das riesige Gerät zieht umgehend alle Metallteile an, auch die der Kamera. Das Magnetfeld der Erde hat nur eine Stärke von 20 Mikrotesla.

Mit einem MRT können Bänder, Sehnen, Muskeln und Bandscheiben abgebildet werden, auch Multiple Sklerose kann damit kontrolliert werden oder ein Schlaganfall. „Das neue MRT ist sehr ausgelastet, es ist eher schwer einen Termin zu bekommen“, erklärt die junge Frau, deren Großvater aus Bulgarien nach Deutschland kam.

Auch auf der neuen Intensivstation sind bei einem Besuch fast alle Betten belegt. „Bei der Neugestaltung wurden wir als Team in die Planungen mit einbezogen“, berichtet Siegfried Hornburg.

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So gibt es hinter der Rezeption und einem Raumteiler aus Schränken auf Wunsch der Mitarbeiter einen gemeinsamen Arbeitsbereich für die Vorbereitung von Verbänden oder Medikamenten. Anscheinend ein guter Arbeitsplatz, auch Schwester Janine, die vorher auf der Kinderstation war, hat hier ihre neue Aufgabe gefunden.

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