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Kräfte überschätzt: Frau ans sichere Ufer geholt

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erstellt am 22.Jul.2013 | 04:55 Uhr

Parchim | Durch das schnelle Eingreifen von Badegästen ist am Sonntag wahrscheinlich ein erneuter Badeunfall in Mecklenburg-Vorpommern verhindert worden. Eine Zeugin des Vorfalls, die mit ihrer Familie selbst an der Hilfsaktion beteiligt war und sich an unsere Redaktion wandte, stand gestern immer noch unter dem Eindruck der Ereignisse. Was war geschehen? Eine Mittfünzigerin war laut Schilderung der Zeugin von einer Stelle außerhalb der bewachten Badeanstalt in Parchim allein und ohne Schwimmhilfe gestartet, um den Wockersee zu überqueren. Gute 15 bis 20 Meter vor dem Ufer am Eichberg sollen der Frau die Kräfte ausgegangen sein und sie rief um Hilfe. Dabei hielt sie sich ganz ruhig in der Rückenlage, um Kräfte zu sparen. Sechs Badegäste, darunter die Familie der Zeugin, die mit einem gemieteten Tretboot in der Nähe war, halfen der Frau aus dem Wasser und brachten sie wohlbehalten an Land. Anschließend wurde sie von einem Badegast zurück auf die andere Seeseite gefahren. Von dort aus hatte ihr Mann zuvor den Vorfall mit einem Fernglas beobachtet, das er sich aus Sorge um seine Frau vom Rettungsschwimmer in der Badeanstalt geliehen hatte. Nachdem er feststellte, dass sich seine Frau ganz ruhig im Wasser verhält und das Tretboot nahte, sei er erleichtert gewesen und er sah davon ab, einen Notruf an die Feuerwehr abzusetzen. Denn der Rettungsschwimmer der Badeanstalt hätte in dieser Situation keine Möglichkeit gehabt, einzugreifen. Er darf die Badegäste im bewachten Schwimmbad, darunter zahlreiche Kinder, nicht ohne Aufsicht lassen. Der Rettungsschwimmer hätte vorher die gesamte Badestelle räumen lassen und sicherstellen müssen, dass niemand ins Wasser geht. Als geübter Schwimmer bräuchte er selbst ca. 10 bis 15 Minuten, um die Unglücksstelle auf der gegenüberliegenden Seeseite zu erreichen.

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