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Parchimer Zeitung

24. September 2017 | 19:37 Uhr

Parchim : Konzept für „Museum der Vielfalt“

vom
Aus der Redaktion der Parchimer Zeitung

Geschichte soll zeitgemäß präsentiert werden

von
erstellt am 29.Jun.2017 | 17:06 Uhr

Spätestens als im Haushalt der Kreisstadt für das laufende Jahr 3,3 Millionen Euro für Theater und Museum als künftige Nutzer der Kulturmühle am Fischerdamm auftauchten, weckten zwei herausragende Projekte das Interesse vieler. Hinter den Kulissen nahm derweilen das Konzept für ein neues Museum Konturen an. „Die Präsentation im Kulturausschuss war eindrucksvoll. Ich bin mir sicher, dass uns damit ein großer Wurf gelingt“, meint der zuständige Fachbereichsleiter Dirk Johannisson. Bereits vor Monaten hatte die Stadt mit Dr. Steffen Stuth, dem Vorsitzenden des Museumsverbandes MV Kontakt aufgenommen. Er leitet auch das Kulturhistorische Museum in Rostock. „Dr. Stuth hat uns einen Besuch im Pommerschen Landesmuseum in Greifswald empfohlen. Wir waren mehrfach dort und beeindruckt. Auch wenn man diese museale Einrichtung schon vom Umfang her nicht mit unseren Möglichkeiten vergleichen kann, überzeugt das inhaltliche Konzept und die zeitgemäße Umsetzung auf jeden Fall“, so Johannisson. Man war sich einig, für die Neugestaltung der historischen Sammlung weitere Experten mit ins Boot zu holen. Das renommierte Büro für Architektur und Szenografien „rutsch&rutsch “ aus Schwerin, dass bereits u.a. für die Ausstellungsarchitekur im Museum „zeittor“ in Neustadt, für das Moormuseum im Emsland und das Kraftwerk Peenemünde gearbeitet hat, übernahm den Auftrag. Zusammen mit den Mitgliedern der Arbeitsgruppe wurde vor Ort ein tragfähiges Konzept entwickelt. Schwerpunktmäßig sollten folgende Fragen berücksichtigt werden: Alleinstellungsmerkmal, museale Schwerpunktthemen, Einbeziehung der Besucher, aktive Mitmachmöglichkeiten, Raum für Sonderausstellungen und themengebundene Events. „Besonders spannend war die Suche nach dem Alleinstellungsmerkmal. Die Experten haben uns überzeugt, dass ein Parchimer Museum vor allem mit Vielfältigkeit punkten kann. Wie das aussehen kann, wurde im Kleinen beispielsweise beim letzten Sommermuseum sichtbar“, meint Johannisson.

Der geschichtliche Rahmen reicht vom späten Mittelalter bis zu den gesellschaftlichen Umbrüchen im 20. Jahrhundert. 14 Themenbereiche wird es geben. Ihnen werden prägende Exponate wie ein einzigartiger Webstuhl oder das Original-Echolot vom Erfinder Alexander Behm zugeordnet. „Die Sammlung unseres Museums bietet eine hervorragende Basis für eine moderne Schau auf einer neuen Entwicklungsstufe“, ist sich Johannisson sicher.

Der Zeitplan für die Umsetzung ist weiter offen. Bis dahin bleibt das Museum in der Lindenstraße erhalten. Da der langjährige Leiter Wolfgang Kaelcke im Herbst in den Ruhestand geht, hat die Stadt seine Stelle inzwischen öffentlich ausgeschrieben.  

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