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Windkraft : Kommunen und Bürger sollen profitieren

vom
Aus der Redaktion der Parchimer Zeitung

Zeitweiliger Kreisausschuss „Windenergie“ zieht positive Zwischenbilanz / Größere Abstände zwischen Windanlagen empfohlen

„Unsere Arbeit ist noch nicht komplett erledigt. Aber es hat sich auf jeden Fall gelohnt, über dieses schwierige Thema zu streiten“, ist sich der Vorsitzende des zeitweiligen Ausschusses Windenergie des Kreistages, Nico Skiba (CDU), mit seinen Mitstreitern einig. Dabei war diesem Gremium der Erfolg keineswegs in die Wiege gelegt worden. Auf Antrag der Christdemokraten und mit ungeteilter Unterstützung der Linken war vor rund einem halb Jahr der zeitweilige Ausschuss aus der Taufe gehoben worden. In der Region zwischen Boizenburg und Plauer See war die Ankündigung des Landes, neue Kriterien zur Ausweisung von Windeignungsgebieten festzulegen, auf heftigen Widerstand gestoßen. „Wir mussten darauf reagieren. Die Menschen vor Ort fühlten sich mit den Problemen alleine gelassen“, räumt CDU-Fraktionsvorsitzender Wolfgang Waldmüller ein.

Unabhängig von den inhaltlichen Ergebnissen setzt der zeitweilige Ausschuss, dem elf Mitglieder angehören, Maßstäbe. In den zurückliegenden sechs Monaten gab es ein Dutzend Beratungen. Durchschnittlich konnten 20 Gäste begrüßt werden, die vielfach in Pausen die Gelegenheit nutzten, mit zu diskutieren. Gehört wurden Bürgerinitiativen, Umweltverbände, Energieversorger, Investoren und Anlagenhersteller. Die Ausschusssitzungen fanden u.a. in Redefin, Friedrichsruhe, Kaarz, Lübz, Parchim und Ludwigslust statt.

In einem Positionspapier, das für die am Donnerstag in Ludwigslust stattfindende Kreistagssitzung zum Thema vorbereitet wurde, wird Konkretes empfohlen. Die Abstände der Windtürme zu Wohnbauten soll zwischen dem sieben- bis zehnfachen der Turmhöhe betragen. „Da muss im Kreistag eine Entscheidung fallen“, sagt Andreas Sturm (Linke). Einig ist man sich, dass die jeweiligen Gemeinden bei Neuausweisung oder Überplanung das letzte Wort haben sollen. Der Abstand zwischen Eignungsräumen – so der Minimalkonsens – darf 2500 Meter nicht unterschreiten.

Andere Kriterien wie so genannte Tierabstandskriterien konnten im Ausschuss noch nicht geklärt werden. Zum Teil fehlen Rechtsgutachten und Kartenmaterial.

Der Kreistag wird nun ein Dokument verabschieden, das Landrat Rolf Christiansen am 5. Februar in die Verbandsversammlung zur Fortschreibung der Kriterien für Windeignungsräume einbringen wird. In Nordwestmecklenburg wurde darüber bereits vor wenigen Tagen entschieden. Inhaltlich liege man auf gleicher Wellenlänge.

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erstellt am 20.Jan.2014 | 16:41 Uhr

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