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Friedrichsruhe : Klasse Noten für Widder und Riesen

vom
Aus der Redaktion der Parchimer Zeitung

161 Rassekaninchen bei Kreisschau präsentiert. Besucher loben Engagement des gastgebenden Vereins

von
erstellt am 06.Okt.2015 | 12:00 Uhr

„Toll gemacht“ wollte Dana Joswig unbedingt noch ein Lob an die Veranstalter der Rassekaninchen-Kreisschau Mecklenburg Schwerin in Friedrichsruhe loswerden, bevor sie sich auf den Heimweg nach Plate machte – und das wahrlich nicht mit leeren Händen: Dana Joswig und ihrem Sohn Sven Ole (14) war das Tombolaglück doppelt hold: Sie gewannen ein kleines Präsent und sind nun sogar stolze Besitzer eines etwa drei Monate alten schneeweißen Deutschen Riesen. Die Passion von Dana Joswig ist zwar die Geflügelzucht. Doch gerade weil sie selbst in einem Zuchtverein in Gadebusch aktiv ist, kann sie sehr gut nachvollziehen, wie viel Mühe dahinter steckt, überhaupt solche Schauen auf die Beine zu stellen.

Etwa 28 Züchter aus dem gastgebenden Verein M13 Friedrichsruhe sowie aus Vereinen in Schwerin, Wittenburg, Lübz, Wismar, Bad Kleinen und Grevesmühlen präsentierten vom Zwergwidder bis zum Deutschen Riesen die Schönsten aus ihren Ställen. Insgesamt wurden 161 Tiere von den Preisrichtern Heiko Winter, Andreas Siegfried und Obmann Matthias Gößler bewertet. Andreas Siegfried, Vorsitzender des gastgebenden Vereins sowie Ausstellungsleiter, war positiv überrascht, wie viele Zuchtgruppen von Jugendlichen diesmal dabei waren. Der Kreisjungtiermeister Paul Hermel aus Zieslübbe ist übrigens gerade mal sechs Jahre jung und feierte vor wenige Wochen seine Einschulung in Domsühl. Auch die Bewertungsergebnisse insgesamt sprechen für sich: 90 Prozent der Tiere bekamen sehr gute Noten, fünf Prozent schnitten hervorragend ab, zwei Prozent stachen mit der Höchstnote „Vorzüglich“ hervor, bilanziert Andreas Siegfried.

Bereits zur Eröffnung der Ausstellung im Beisein des stellvertretenden Landrates Wolfgang Schmülling nutzte der Vereinsvorsitzende die Gelegenheit, allen fleißigen Helfern und insbesondere seinen Vereinskameraden zu danken. Dieses Kompliment galt z. B. Helene Russke, die nicht „nur“ das ganze Jahr über Tombolapreise sammelt, sondern vor der Schau drei Wochen damit beschäftigt ist, etwa 500 Preise einzupacken und noch mit einem Schleifchen zu versehen. Nicht machbar wäre eine solche Veranstaltung ohne Sponsoren: Eine zuverlässige Bank ist dabei immer wieder die Mecklenburger Landpute GmbH, die Technik zur Verfügung stellte und großzügig für das leibliche Wohl sorgte. Ein offenes Ohr findet der Verein stets beim Friedrichsruher Bürgermeister mit seiner Gemeindevertretung. In der Mehrzweckhalle des Dorfes finden die Aussteller beste Bedingungen. Umgekehrt, so würdigte Bürgermeister Uwe Kröger das Engagement des Vereins, seien solche Ausstellungen natürlich ein besonderer Höhepunkt für die Gemeinde und eine Bereicherung des gesellschaftlichen Lebens im Dorf. Das zeigte sich bereits am Abend vor der Eröffnung, an dem die pfiffigen Füchse aus dem Naturkindergarten ihren Fackel- und Laternenumzug veranstalteten: Im Anschluss an den Rundgang durchs Dorf durften sie exklusiv einen Blick hinter die Kulissen werfen. Vielleicht wird eines Tages aus einem pfiffigen Füchschen sogar ein Rassekaninchenzüchter.

Eberhard Cramer aus Severin, Zuchtwart und Gründungsmitglied des Friedrichsruher Vereins, begrüßt es sehr, wenn Kinder die Chance bekommen, sich um ein Tier zu kümmern und daran lernen, Verantwortung zu übernehmen. Er selbst hat bereits 42 Vereinsjahre als Rassekaninchenzüchter auf dem Buckel. „Andere gehen joggen, ich gehe in den Kaninchenstall und kümmere mich um meine Tiere. Das ist mein Ausgleich von einem langen Arbeitstag“.

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