Parchim : Kinder bauten Spiel der Könige

Eine tolle Schachklasse: Diese Kinder beherrschen nicht nur das Strategiespiel aus dem Effeff, sie bauten sogar selbst ein Großfeld.
Eine tolle Schachklasse: Diese Kinder beherrschen nicht nur das Strategiespiel aus dem Effeff, sie bauten sogar selbst ein Großfeld.

Großfeldschachspiel als Abschiedsgeschenk der 4b steht künftig allen Schülern der Goetheschule zur Verfügung

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10. Juli 2018, 12:00 Uhr

Da kommt Vorfreude auf das neue Schuljahr auf: Künftig können Kinder auf dem Goetheschulhof nach Lust und Laune das Spiel der Könige ausüben. Zu verdanken ist das einem geschickten Schachzug von 24 Jungen und Mädchen und ihrer Lehrerin Susanne Sander. Die 4b schenkte der Schule zum Abschluss ihrer schönen gemeinsamen Grundschulzeit ein selbst gebautes Großfeldschachspiel. Es soll künftig allen Kindern, die in der Wallallee die Grund- oder Regionale Schule besuchen, zugänglich sein. Die Strategen der 4b können bestätigen, dass Schach wie gemacht ist, um logisches und vorausschauendes Denken sowie die Konzentration zu fördern. „Schachpartner sind faire Partner, die sehr würdevoll miteinander umgehen“, ergänzt die Lehrerin der Schachklasse. Und dann macht das Ganze auch noch einen Riesenspaß.

Jona Saguan, Timo und Marc Niemann, Luis Lindstaedt und Frieda Hahn waren sogar schon zum Zeitpunkt ihrer Einschulung kleine Schachprofis. Alle anderen Kinder lernten das königliche Spiel im Rahmen eines Schachprojektes – auch mit Unterstützung der Eltern. Denn die Eltern erklärten sich gern bereit, für ihre Kinder ein eigenes Schachbrett anzuschaffen. Luis übernahm die Figuren von seinem Papa, der sie wiederum von dessen Vater hat. Das Schachfieber ebbte nicht ab und so zog sich das königliche Spiel durch die gesamte Grundschulzeit der 4b. In regelmäßigen Abständen gab es sogar Schachtage mit kleinem Turniercharakter und Übungen in verschiedenen Niveaustufen. So reifte eines Tages die Idee, ein eigenes Großfeldschachspiel herzustellen. Sarahs Eltern spendierten das Holz für die Figuren. Lothar Busch hobelte in seinem Garten alle Holzstücke und wurde dabei natürlich tatkräftig von seinem Enkel Fynn Zimmermann unterstützt. „Das war sehr spannend“, beschreibt der Zehnjährige diesen Arbeitsgang. Wieder einmal zeigte sich, dass die Schulhausmeister Martin Kreitz und Maik Geerts nicht nur echte „Holzwürmer“ sind, sondern kreativen Kindern keinen Wunsch abschlagen können: Sie nahmen die Holzblöcke mit nach Hause. An der heimischen Werkbank gaben sie Königen, Bauern und Springern mit Säge, Hobel sowie Feile nach den groben Zeichnungen der Kinder ein Gesicht. Im Frühjahr trat das Projekt dann in die entscheidende Phase: Während die kleinen Schüler auf Ostereiersuche waren, werkelten die Viertklässler gemeinsam mit Hausmeister Kreitz und ihrer Lehrerin emsig im Werkraum, um die Figuren anzustreichen. Die wasserfeste Farbe für die Figuren und das Feld auf dem Schulhof hatte der Malerfachbetrieb Thiede spendiert.

Fazit: Einfach Klasse, was diese Schachklasse auf die Beine gestellt hat.

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