Eichenprozessionsspinner : Keine Hubschrauber gegen Raupen

Seltener geworden in der Region: der Eichenprozessionsspinner
Seltener geworden in der Region: der Eichenprozessionsspinner

Gesundheitsamt: Untersuchung der Eigelege bestätigten Befallsrückgang.

von
02. Juni 2016, 08:00 Uhr

Fast genau auf den Tag vor einem Jahr kreiste ein Hubschrauber über der Region, um den Eichenprozessionsspinner zu bekämpfen. Doch in diesem Jahr herrscht Ruhe. „Es wurde entschieden, in diesem Jahr keine Bekämpfung aus der Luft durchzuführen“, erklärte Dr. Ute Siering, Leiterin des Fachdienstes Gesundheit. Nach der zentral organisierten Bekämpfungsaktion der vergangenen Jahre sei im Landkreis ein umfangreiches Nester-Monitoring durchgeführt worden. Beteiligt waren Mitarbeiter des Landkreises, des Landesamtes für Landwirtschaft und das Landesgesundheitsamtes. „Dafür wurden an 88 Standorten insgesamt 1743 Eichen nach Nestern abgesucht“, erläutert Ute Siering. „Obwohl noch an 33 Prozent der Standorte Nester nachweisbar waren, konnte die Befallsstärke insgesamt als weiter rückläufig eingeschätzt werden.“ Die Daten würden belegen, dass sich der Trend, der sich bereits 2014 andeutete, wie erhofft fortgesetzt hatte.

Lediglich an zwei Standorten – Drefahl und Heidhof – seien so viele Nester festgestellt worden, dass dort eine erneute Bekämpfung des Eichenprozessionsspinners in diesem Jahr notwendig erschien. Die Untersuchungen der Eigelege bestätigten jedoch den Trend des Vorjahres. „Selbst für die Bereiche Drefahl und Heidhof wurden im Mittel nicht mehr als 0,5 Gelege je Probe nachgewiesen“, so Ute Siering. Der Eingriffswert liege bei einem Gelege pro Probe. Daraufhin fiel die Entscheidung, keine Bekämpfung aus der Luft vorzunehmen. Um die weitere Entwicklung der EPS-Population einschätzen zu können, wird es wieder ein Nester-Monitoring geben.

zur Startseite

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Diskutieren Sie mit.

Leserkommentare anzeigen