Goldberg: Karneval-Nachwuchs im Wettkampf : Kampf um Punkte auf der Show-Bühne

Hier die Goldberger Funkengarde mit 'Im Kartenland der Königin'. Foto: Michael-Günther Bölsche
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Hier die Goldberger Funkengarde mit "Im Kartenland der Königin". Foto: Michael-Günther Bölsche

In der Goldberger Husemann-Schule wurden am Wochenende die Sieger des Wettbewerbs um den Jugendkunstpreis des Karnevallandesverbandes ermittelt. Mehr als 350 Aktive aus MV traten an.

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18. März 2013, 10:24 Uhr

parchim/Goldberg | Bereits zum 19. Mal richtete der Goldberger Karnevalclub GKC 94 am Sonnabend den Wettbewerb um den Jugendkunstpreis des Karnevallandesverbandes aus. Mehr als 350 Aktive aus über zehn Vereinen des Landes Mecklenburg-Vorpommern traten an. Darunter auch diverse aus unserer Region, zum Beispiel aus Parchim, Goldberg, Dabel und Sukow. Wie schon in den vergangenen Jahren fungierte Jens Brüggert als Jury-Vorsitzender.

In mehreren Altersklassen von unter elf bis über 16 Jahre wetteiferten die Mädchen und Jungen in den Kategorien Gardetanz, Paartanz, Tanzmariechen, Schautanz sowie in der Bütt um bestmögliche Punktzahlen. Bewertet wurde nach den Richtlinien des Bundes Deutscher Karneval. Am Abend gab es zum 6. Male den Grand Prix der Karnevaljugend. Im Gegensatz zu den am Tage laufenden Wettbewerben entscheidet am Abend keine Jury über den Schauvortrag, sondern die Vereine bewerten sich gegenseitig, wobei der eigene Beitrag nicht bewertet werden darf.

Die Turnhalle der Walter-Husemann-Schule hatte der gastgebende Veranstalter - den GKC 94 - bestens vorbereitet. Während sich im hinteren Bereich die Gruppen für den bevorstehenden Auftritt warm tanzen konnten, gaben die Mädchen und Jungen auf der Bühne ihr Bestes. Klar, dass oft Lampenfieber mit im Spiel war, denn vor den Augen einer Jury zu bestehen, ist nicht jedermanns Sache. Aber alle meisterten ihren Auftritt bestens und die Jury musste genau hinsehen, um dann Unterschiede festzustellen. "Es geht eindeutig nach den Kriterien und die werden einheitlich angewendet. Schließlich wollen wir fair sein", meinte der Jurychef, demzufolge bei den Darbietungen in den einzelnen Kategorien eine merkliche Steigerung zu verzeichnen sei. Und so übersahen die Bewerter auch nichts - etwa, dass ein Requisit betanzt wurde und an anderer Stelle eines von der Bühne rutschte. Laut Ausschreibung darf so etwas nicht passieren und es gab Abzüge. Wie eng mitunter das Ergebnis war, ist daran zu sehen, dass die erreichten Punktzahlen sehr eng beieinander liegen. Mitunter mussten Detailpunkte entscheiden.

Im Schautanz bis elf Jahre erreichten die Minigarden des Goldberger und des Kühlungsborner Faschingsklubs jeweils 401 Punkte. "Da jeweils die höchste und niedrigste Punktzahl gestrichen wird, werden bei Gleichstand alle Punkte eingerechnet", erklärt Andreas Penndorf vom GKC 94. So kamen die Goldberger auf den ersten Rang und die Kühlungsborner auf den zweiten. Diese Bewertungsform fand auch Anwendung beim Schautanz ab 12 Jahre zwischen dem Neubrandenburger Karnevalclub und dem Anklamer Carnevalclub bei der Ermittlung des dritten Platzes.

Ganz besonders konnte sich Elisabeth Mamonow von den Dance 4 Generations des SV Einheit Parchim freuen. Sie gewann in der Kategorie Tanzmariechen 12 bis 15 Jahre nicht nur souverän den Pokal, sondern heimste für die höchste Wertung als Tanzmariechen auch einen Sonderpokal ein.

Auch wenn die Beteiligung an den unterschiedlichen Tanzwettbewerben relativ gut ist, wurde die Kategorie Bütt/Gesang erneut etwas vernachlässigt. Lea und Wiebke vom Karnevalclub Dabel waren wieder die einzigen in der Bütt. Dabei gibt es in vielen Vereinen auch jugendliche Büttenredner - ob hier der Mut fehlt, sich der Jury zu stellen? Hier gibt es noch Kapazitäten. "Insgesamt bin ich aber zufrieden mit der Resonanz und den gezeigten Leistungen. In unseren Vereinen wird die Jugendarbeit groß geschrieben", meint auch Karl-Heinz Krüger, Präsident des Karnevallandesverbandes.

Am Abend beschloss der 6. Grand Prix der Karnevaljugend den Wettbewerb. Hier brillierte das Männerballett des Sukower Carnevalclubs mit ihrer Darbietung "Rock me Amadeus". Die Tanz-akrobatik des Kreihnsdörper Carnevalvereins holte sich den zweiten Rang, während es zwei dritte Plätze gab. Die Tanzgruppe "Mit freundlichen Grüßen" des Goldberger Clubs begeisterte mit "Burlesque" und die Dabeler Prinzengarde erzählte tanzend "Die wahre Geschichte der Musketiere".

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