Feuerwehr : Kameraden kämpfen für Dargelütz

In der Feuerwehrtechnischen Zentrale Dargelütz werden Belastungsprüfungen durchgeführt.
In der Feuerwehrtechnischen Zentrale Dargelütz werden Belastungsprüfungen durchgeführt.

Verbandsausschuss des Kreisfeuerwehrverbandes favorisiert Standort Hagenow. Einige Mitglieder fühlen sich übergangen.

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16. Mai 2017, 05:00 Uhr

Bei den Wettbewerben der Feuerwehren im Amt Plau am See in Retzow sowie bei den Jugendwettkämpfen des Amtes Parchimer Umland in Zölkow am Wochenende gab es am Rande etliche Diskussionen um einen Beschluss des Verbandsausschusses des Kreisfeuerwehrverbandes aus der vergangenen Woche. Thema war der künftige Standort der Feuerwehrtechnischen Zentrale. Derzeit gibt es mit Hagenow und Dargelütz zwei Standorte im Großkreis.

Der Verbandsausschuss, so Vorsitzender Uwe Pulss gegenüber unserer Redaktion, hat beschlossen, den Standort Hagenow zu erhalten und Dargelütz aufzugeben. Dargelütz soll künftig nur noch als reiner Schulungsstandort neben Hagenow genutzt werden. Um die Wege der Feuerwehren zum Tausch von Schläuchen, Pressluftatem-Geräten, Atemschutzmasken zu verkürzen, sollen bis zu zehn Tauschräume in den Ämtern geschaffen werden (Kosten je Tauschraum etwa 91 000 Euro). Außerdem sollen in den Tauschräumen verschiedene Verbrauchsmateriealien wie Ölbindemittel und Schaummittel vorgehalten werden.

Für diese Variante haben von 25 anwesenden Verbandsausschussmitgliedern 12 Mitglieder gestimmt, neun waren dagegen für einen Neubau an zentraler Stelle im Großkreis und vier für den Ausbau beider Standorte von Dargelütz und Hagenow.

Während die Idee der Tauschräume von vielen Wehren als positiv gewertet wird, stößt die Aufgabe der Feuerwehrtechnischen Zentrale in Dargelütz auf Widerspruch. „In unserer Satzung ist festgeschrieben, dass eine Feuerwehrtechnische Zentrale mit mindestens zwei Standorten zur Pflege, Wartung und Prüfung der Ausrüstung der Freiwilligen Feuerwehren zu betreiben ist“, sagt Gemeindewehrführer Obere Warnow David Wollgandt. Für ihn ist der Beschluss damit ein Verstoß gegen die Satzung. Und nicht nur er sieht das Abstimmungsergebnis im Verbandsausschuss kritisch. Bei den Wettkämpfen am Wochenende sahen das viele Kameraden ebenso. „Ich habe von meinen Wehren den klaren Auftrag, für Dargelütz zu stimmen“, so Amtswehrführer Danilo Urbutat vom Amt Eldenburg-Lübz. Auch die Ämter Plau am See und Goldberg-Mildenitz sowie die Kreisstadt sind für den Erhalt des Standortes Dargelütz.

Für Pulss ist eine klare Mehrheit für die FTZ-Verlagerung nach Hagenow und den Erhalt der Schulungsstandorte Hagenow und Dargelütz gegeben. „Mit diesem Ergebnis werde ich in die entsprechenden Gremien gehen“, sagt er. Was die Satzung angeht, sei ein Änderungsvertrag mit der Kreisverwaltung nötig. Dieser werde in der Mitgliederversammlung diskutiert und darüber abgestimmt. „Außerdem gibt es keine Fördermittel für zwei Standorte“ gibt Pulss zu bedenken und verweist damit auf einen Aspekt, der für nur einen Standort spricht.

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