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Auf die Schläuche fertig los : Jugendfeuerwehr lernt von Profis

vom
Aus der Redaktion der Zeitung für die Landeshauptstadt

Nachwuchskameraden aus der Region zu Besuch bei der Berufsfeuerwehr in Schwerin

Die erste Ferienwoche geht zu Ende. Die Mädchen und Jungen der Jugendfeuerwehr Goldberg verbrachten sie mit Freunden aus Schleswig-Holstein. „Unsere Partnerjugendfeuerwehr aus Raisdorf war zu Gast. Wir haben gemeinsam viel erlebt, Spaß gehabt und natürlich einiges gelernt“, erzählt Jugendwart René Moeller.

Neben dem Besuch des Hansaparkes war am Donnerstag der Besuch der Profifeuerwehr ein Höhepunkt. Für viele der Nachwuchskameraden war es der erste Kontakt mit einer Berufsfeuerwehr, entsprechend hoch war die Spannung. André Nickel und René Parichmann von der Schweriner Berufsfeuerwehr nahmen sich ausgiebig Zeit und zeigten die moderne Technik vom Löschfahrzeug bis zur Drehleiter, vom Einsatzboot für die Seen bis hin zu Spezialfahrzeugen für die Bergung von Gefahrgut.

Da die jungen Besucher bereits über etliche Grundkenntnisse verfügen, war es für die beiden Profis ein leichtes Spiel. „Ihr kennt ja die wesentlichen Dinge bereits“, lobte André Nickel und erläuterte den Schichtplan und wie der Werdegang zum Berufsfeuerwehrmann ist. Voraussetzungen sind ein abgeschlossener handwerklicher Beruf sowie das erfolgreiche Abschneiden bei schriftlichen und sportlichen Tests. 22 Monate dauert die Ausbildung an den verschiedensten Einsatzstellen in ganz Mecklenburg. Rund 60 Bewerber gibt es derzeit für die acht freien Stellen. Der anschließende Dienst geht jeweils über 24 Stunden, 12 Stunden Feuerwehrdienst und 12 Stunden Rettungsdienst, denn auch der gehört zu den Aufgaben der Berufsfeuerwehr. Da erinnerte sich mancher Jugendliche wieder an die jährlichen Übungen, die sie ebenfalls über 24 Stunden absolvieren.

Zur großen Überraschung aller durften die Nachwuchskameraden noch einen Blick in die Integrierte Leitstelle Westmecklenburg werfen. Chef Edwin Mörer hatte kurzfristig diese Möglichkeit eingeräumt. Viele der Jugendwehrmitglieder kennen die Leitstelle nur von den Funksprüchen her. „Wir haben in unserem Zuständigkeitsbereich Westmecklenburg 400 Feuerwehren sowie die zwei Berufsfeuerwehren in Schwerin und Wismar“, erklärte Norbert Riebe. Diese sowie die Rettungsdienste werden von acht Arbeitsplätzen mit jeweils sechs bis acht Bildschirmen im 12-Stunden- Schichtrhythmus koordiniert. Nachdem der Fachmann noch viele Fragen beantwortet hatte, traten die Mädchen und Jungen mit vielen neuen Eindrücken die Heimreise an. Während am gestrigen Freitag noch einmal Badespaß und ein Abschlussgrillen angesagt waren, geht es heute für die Jugendlichen wieder nach Hause. In bester Erinnerung bleibt eine lehr- und abwechslungsreiche Woche.


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erstellt am 31.Jul.2016 | 10:02 Uhr

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