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Reformationstag : Jubiläum als Fest des Kirchenliedes

vom
Aus der Redaktion der Parchimer Zeitung

Mitwirkende aus zwölf Kirchenchören der Region gestalten am Reformationstag einen Singegottesdienst in der Parchimer St. Georgen-Kirche aus.

von
erstellt am 30.Okt.2017 | 12:00 Uhr

Etwa 120 Mitwirkende aus zwölf Kirchenchören der Region bringen am morgigen Dienstag ab 16.30 Uhr die Parchimer St. Georgenkirche zum Klingen. Dazu spielen Bläser aus der Kirchengemeinde Plau am See und es musiziert das collegium musicum e. V. Parchim. Die Frieseorgel von 1871 entfaltet ihre Klangfarben.

„Singet dem Herrn ein neues Lied“ : Unter diesem Thema wird in der Eldestadt mit einem Singegottesdienst der Beginn der Reformation vor 500 Jahren gefeiert. Seit langem bereiten sich die Beteiligten vor Ort auf dieses Ereignis vor. Die letzte von insgesamt vier Regionalproben fand vor wenigen Tagen in der Parchimer St. Marienkirche statt. 80 Mitwirkende gingen hier noch einmal konzentriert „in Klausur“. Rechtzeitig vor dem Reformationsfest sind am Mittwoch vergangener Woche nun auch die letzten Gerüste in der St. Georgenkirche abmontiert worden, in der gerade die Innensanierung läuft. Am Freitag stand das große Großreinemachen an.

An dem Singegottesdienst beteiligt ist auch der Herzfelder Kirchenchor. Er steht noch ganz unter dem Eindruck seines 20. Geburtstages vor wenigen Tagen, der mit einer Chorfahrt begangen wurde. Sie führte nach Alt Strelitz, wo die Chorgründerin Cornelia Seidel heute als Pastorin tätig ist. Vor 20 Jahren absolvierte sie ihr Vikariat in Herzfeld. Seit Herbst 2000 betreut der Parchimer St. Georgenkantor Fritz Abs den Herzfelder Chor. „Diese Gemeinschaft ist mir sehr ans Herz gewachsen“, gesteht Fritz Abs. 20 bis 25 Sängerinnen und Sänger teilen in Herzfeld ihre große Freude am Singen. Vor allem aber sehen sie das Singen im Kirchenchor als Ausdruck ihres Glaubens. Folglich sei es für den Kirchenchor eine Selbstverständlichkeit, sich einzubringen, gerade wenn so ein besonderes Ereignis wie das Reformationsfest ins Haus steht, finden Roselie und Matthias Döllner. Sie wären jedenfalls nie auf die Idee gekommen, sich für diesen Tag etwas anderes vorzunehmen. Der Singegottesdienst in Parchim sei zudem eine besondere Gelegenheit, als kleiner Chor auch mal in einer großen Kirche und zusammen mit anderen zum Einsatz zu kommen, findet das Ehepaar aus Herzfeld.

„Ich freue mich sehr, dass es gelungen ist, so viele Beteiligte für das Vorhaben zu gewinnen“, blickt Kreiskantor Fritz Abs dem morgigen Tag gespannt entgegen. „Luther hat die Musik, die uns Menschen in Freud und Leid beeinflusst, als Gabe Gottes gesehen. Er wollte, dass die Menschen ihre Glaubenslieder singen, ihre Seele sollte zum Schwingen kommen. Er hat viele Texte ins Deutsche übersetzt und selbst Melodien geschrieben. Auch wenn sich die Stilrichtungen immer wieder ändern, der Inhalt ist geblieben“, unterstreicht Kantor Abs.

Der Singegottesdienst zum Reformationsfest spiegelt das auf eindrucksvolle Weise wider. Der große Chor, dirigiert von unterschiedlichen Chorleitern, wird Werke und Lieder aus der Reformationszeit bis in die Moderne anstimmen und so zum Verkünder im Singen. Ulrike Kloss, Pastorin der verbundenen Kirchengemeinden Groß Pankow- Redlin mit Lancken und Burow/Gischow, möchte in ihrer Predigt u. a. Fragen nachspüren wie: Welche Bedeutung hat unser Glaube heute? Wie kraftvoll ist er? Wofür brauchen wir das Glauben? Und wenn wir es brauchen, wieviel davon?

Die Liturgie verantworten die Parchimer Pastoren Jessica Warnke-Stockmann (St. Marien) und Peter Stockmann (St. Georgen). Der Eintritt ist frei, eine Kollekte wird gesammelt.

 

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