Tagespflege "Zwergenuniversum" in Domsühl : Jeden Tag ein Abenteuer in der Natur

<fettakgl>Stefanie Hopf stimmt sich </fettakgl>mit ihren beiden Söhnen Jeronimo  (r.)  und Cedric (l.) auf das Osterfest ein. Als Tagesmutter möchte Stefanie Hopf künftig bis zu vier Kindern tagsüber ein zweites Zuhause geben. <foto>Christiane Großmann</foto>
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Stefanie Hopf stimmt sich mit ihren beiden Söhnen Jeronimo (r.) und Cedric (l.) auf das Osterfest ein. Als Tagesmutter möchte Stefanie Hopf künftig bis zu vier Kindern tagsüber ein zweites Zuhause geben. Christiane Großmann

Jeronimo (10) und Cedric (4) konnten es beim ersten "Frühlingseinbruch" vor drei Wochen kaum erwarten, den Osterstrauch vor ihrer Haustür zu schmücken. Doch der Winter will sich einfach nicht vertreiben lassen.

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27. März 2013, 05:03 Uhr

Domsühl | Jeronimo (10) und Cedric (4) konnten es beim ersten "Frühlingseinbruch" vor drei Wochen kaum erwarten, den Osterstrauch vor ihrer Haustür zu schmücken. Doch der Winter hält bis zum Gründonnerstag eiskalt dagegen und will sich einfach nicht vertreiben lassen. Frau Holle hat sogar angedroht, vor dem Osterfest noch einmal ihre Betten auszuschütteln und damit auch das Zwergenuniversum erneut mit einem schneeweißen Kleid zu überziehen.

Das Zwergenuniversum befindet sich unter den Eichen von Domsühl: Hier hat Stefanie Hopf, die Mama von Jeronimo und Cedric, zum 1. März eine Tagespflege für Kinder eröffnet. Als Tagesmutter bietet die junge Frau künftig bis zu vier Zwergen von den ersten Lebenswochen an die Möglichkeit, ihr eigenes kleines Universum kennen zu lernen sowie Erfahrungen in der Natur und mit der Musik zu machen. "Domsühl bietet dazu ideale und unbegrenzte Möglichkeiten", schwärmt Stefanie Hopf. Vor ca. zweieinhalb Jahren ist sie selbst mit ihrer Familie "mit fliegenden Fahnen" von der Stadt aufs Land gezogen. Einen Fuß hatte die Familie ohnehin schon seit längerem in diesem Dorf: Der große Garten mit Trampolin, Kinderhaus, Kinderwerkstatt sowie Möglichkeiten zum Ballspielen in "sicherer" Entfernung von den Gemüse- und Blumenbeeten bot Stefanie Hopf, ihrem Mann und den beiden Söhnen ein Refugium, in das sie sich gerne zurückzogen. Einem traumhaften Zufall ist es zu verdanken, dass sich eines Tages die Chance auftat, ganz nach Domsühl zu ziehen. "Wir haben uns sofort zum Dorf dazu gehörig gefühlt", schätzt Stefanie Hopf ihr neues Zuhause.

Mit dem Umzug nach Domsühl wurde der jungen Frau immer stärker gegenwärtig, dass sie ihren eigentlichen, bereits in frühen Kindertagen, geäußerten Berufswunsch nie ganz verworfen hatte und die heimliche Sehnsucht noch da war: "Ich wollte immer Erzieherin werden", gesteht Stefanie Hopf, deren Schulzeit zur Wendezeit endete. Beeindruckt von den Warnungen, dass Erzieherinnen in Zeiten des "Geburtenknicks" weniger Chancen auf dem Arbeitsmarkt hätten, absolvierte sie das Wirtschaftsabitur und eine kaufmännische Ausbildung. "Aber gearbeitet habe ich immer in anderen Jobs", erzählt Stefanie Hopf. Wiederum beeindruckt von den guten Erfahrungen, die ihr zweitgeborener Sohn Cedric als Tageskind in familiärer Atmosphäre machte, wusste sie, was zu tun ist: Stefanie Hopf saß im vergangenen Jahr insgesamt 450 Unterrichtsstunden bei der WBS in Schwerin auf der Schulbank. Die Ausbildung empfand sie als sehr tiefgründig und vielseitig. Seit dem 13. November 2012 besitzt sie das Zertifikat des Bundesverbandes der Tagesmütter, knappe vier Monate später eröffnete sie ihre Tagespflege.

In den Mittelpunkt ihrer Arbeit mit den ihr anvertrauten Zwergen rückt Stefanie Hopf das tägliche Naturerleben sowie die Musik als Begleiter durch den Tag und durch die Jahreszeiten. "Mit Wald- und Wiesengängen zum Beispiel wollen wir der Natur lauschen", hat sich die Tagesmutter vorgenommen. In den Sommermonaten steht den Jungen und Mädchen sogar ein Wohnwagen im Garten zur Verfügung, um sich von den Vögeln in den Mittagsschlaf singen und sich die laue Sommerluft um die Nase wehen zu lassen.

Ein offenes Ohr hat die Tagesmutter auch für Eltern, deren Arbeitszeiten in die so genannten Randzeiten fallen: Stefanie Hopf ist auf individuelle Absprache (0174/4961579) gern bereit, darauf flexibel einzugehen. Im Zwergenuniversum wird übrigens auch täglich das Mittagessen selbst zubereitet: Wenn sich der Winter nun endlich doch mal verzieht und Familie Hopf ihren Garten bestellen kann, dann stehen natürlich auch frisch geerntete Möhren, Bohnen und Erbsen auf dem Speiseplan der Tageskinder.

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