Parchim : Jeden Nachmittag voll im Einsatz

Ursula Bohnhorst (r.) begeht in Kürze ihr 15-jähriges Mitarbeiterjubiläum in der Cafeteria auf dem Vogelsang. Die Einrichtung der Caritas ist an sechs Tagen in der Woche für Bewohner der Wohnanlage und des Altenheimes sowie ihre Angehörigen geöffnet.
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Ursula Bohnhorst (r.) begeht in Kürze ihr 15-jähriges Mitarbeiterjubiläum in der Cafeteria auf dem Vogelsang. Die Einrichtung der Caritas ist an sechs Tagen in der Woche für Bewohner der Wohnanlage und des Altenheimes sowie ihre Angehörigen geöffnet.

Ursula Bohnhorst aus Parchim versüßt den Bewohnern des Caritas-Heimes und der Wohnanlage seit fast 15 Jahren die Kaffeezeit

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02. Januar 2018, 21:29 Uhr

Nach einer schnell vergangenen Mini-Pause zwischen den Feiertagen hat die Cafeteria der Seniorenwohnanlage „St. Martin“ und des Katholischen Alten- und Pflegeheimes „St. Nikolaus“ in Parchim seit gestern wieder geöffnet – sehr zur Freude der Besucher. An sechs Tagen in der Woche, dienstags bis sonntags, können sie hier zur schönsten Kaffeezeit einkehren und bei Kaffee, Kuchen oder Eis (vorzugsweise mit einem Schuss Eierlikör) ein gemütliches Plauderstündchen verbringen. Das gilt übrigens ebenfalls für die Feiertage wie Ostern oder Pfingsten. Geschaffen hat diesen Ort der Begegnung im familiären Rahmen und des nachbarschaftlichen Miteinanders die Caritas Mecklenburg e. V. als Betreiber der beiden Senioreneinrichtungen in der Kreisstadt.

Irmgard Rosner, Rita Grewe und Heinz Trieglaff gehören längst zu den regelmäßigen Gästen der Cafeteria. Ihr fester Platz ist sogar am Stammtisch, der täglich für etwa acht bis zehn Kaffeegäste eingedeckt wird. Auch Irmgard Säuberlich genießt den Nachmittagskaffee am liebsten in trauter Runde mit ihren Nachbarn aus der Wohnanlage. „Ich fühle mich hier wohl“, lobt sie. Gerade in dieser Jahreszeit, in der die Sonne manchmal gar nicht so richtig hervorzukommen scheint und es schon so früh dunkel wird, weiß sie diese Stunde in Gemeinschaft besonders zu schätzen.

Den angenehmen Rahmen ermöglichen Nachmittag für Nachmittag mit ihrer liebenswerten Fürsorge Ursula Bohnhorst sowie eine weitere Mitarbeiterin. In wenigen Tagen können sie auf ihr 15-jähriges Jubiläum als die guten Seelen in der Cafeteria zurückblicken. Denn beide bewirten die Besucher bereits seit der Eröffnung der gastlichen Stätte Anfang 2003 in der damals neu errichteten Seniorenwohnanlage auf dem Vogelsang und verwöhnen ihre Gäste nach allen Regeln der Backkunst mit täglich frisch aus dem Ofen gezogenen Kuchen. Das kann Irmgard Rosner als „Stammgast der ersten Stunde“ nur bestätigen: Sie zog 2002 als erste Mieterin überhaupt in die Wohnanlage ein. Im vergangenen Jahr begab sie sich in die Obhut des Pflegeheimes. Doch ihre früheren Nachbarn trifft sie dank des kurzen Weges durch einen gläsernen Verbinder bis zur Cafeteria weiterhin täglich – nachmittags am Stammtisch.

„Wir sind ein super Team“, schwärmt Ursula Bohnhorst. Die Parchimerin lebt ihre Arbeit in der Cafeteria mit voller Begeisterung als ausfüllende Aufgabe im Ruhestand. Ursula Bohnhorst hat schließlich schon ihren 71. Geburtstag gefeiert. Die von ihr so geachtete Kollegin ist 67 Jahre jung. „Wir haben beide so viel Spaß an der Arbeit“, bekennt Ursula Bohnhorst und verrät froh gelaunt: „Krank werden wir nicht.“ Sehr gewertschätzt fühlen sie sich von Heimleiter Daniel Köhler: „Wir haben einen tollen Chef. Er unterstützt uns mit allen Möglichkeiten“, hebt Ursula Bohnhorst dankbar hervor.

Für eine Urlaubsvertretung oder bei Bedarf eine Verstärkung bei Veranstaltungen im größeren Rahmen ist natürlich gesorgt. Im vergangenen Jahr bewirteten Ursula Bohnhorst und ihre Kollegin zum Beispiel drei Hochzeitsgesellschaften: Ein goldenes und zwei diamantene Paare feierten in der Cafeteria ihr Ehejubiläum. Mieter der Wohnanlage sowie Pflegeheimbewohner reservieren auch gern einen Tisch, um mit ihren Angehörigen ein neues Lebensjahr zu begrüßen. Schon bald herrscht in der Cafeteria wieder Faschingsstimmung. „Unsere Feste sind einmalig“, denkt Ursula Bohnhorst immer wieder gern an die gelungenen Sommer- und Herbstfeste in großer Runde oder an die besinnlichen Stunden beim jüngsten Weihnachtsfest zusammen mit den Angehörigen der Bewohner zurück. Ein Segen fürs Haus ist Ursula Bohnhorst aber nicht nur als Mitarbeiterin in der Cafeteria, sondern ebenfalls wegen ihres Grünen Daumens, der zu allen Jahreszeiten stets im Einsatz ist. Der von ihr gestaltete Tischschmuck zu vielen Anlässen – wie zum Beispiel erst kürzlich zur Festveranstaltung anlässlich des zehnjährigen Bestehens des Hospiz- und Besuchsdienstes der Caritas – trägt eine unverkennbar versierte Handschrift. Ursula Bohnhorst hat ihr Handwerk als Gärtnerin und Floristin von der Pike auf in ihrer Heimatstadt gelernt. Die gebürtige Parchimerin war insgesamt 35 Lebensjahre in ihrem Lehrbetrieb, der damaligen Gärtnerischen Produktionsgenossenschaft Flora, in ihrem Beruf tätig.

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