zur Navigation springen

Bootshaus zur Adlerbeobachtung abgebrannt : Jahreswechsel mit Freud und Leid

vom
Aus der Redaktion der Parchimer Zeitung

Erstes Baby des Jahres um 3.56 Uhr in der Asklepios Klinik geboren

von
erstellt am 01.Jan.2017 | 16:26 Uhr

Ein brennendes Bootshaus bescherte Feuerwehren im Amt Goldberg-Mildenitz am Neujahrsnachmittag den ersten Großeinsatz des Jahres. Dabei ging in Sandhof am Damerower See das von einem Verein als Station zur Fischadlerbeobachtung genutzte Bootshaus in Flammen auf. Eine Person musste mit Verdacht auf eine Rauchgasvergiftung ins Krankenhaus eingeliefert werden. Die Feuerwehren aus Goldberg, Neu Poserin und Wendisch Waren waren mit 28 Einsatzkräften vor Ort. Glück im Unglück: Die Feuerwehrleute entdeckten zwei Gasflaschen, die sie mit Wasser kühlten, um eine Explosion zu verhindern.

Das erste Baby des neuen Jahres erblickte gestern um 3.56 Uhr in der Parchimer Asklepios Klinik das Licht der Welt. „Es ist ein Mädchen“, erzählt Dr. Lars Autrum, Leitender Oberarzt der Gynäkologie. Das letzte Baby des vergangenen Jahres ist ein Junge.Er kam am Silvestertag um 14.25 Uhr zur Welt.

Bei der Polizei ging es über den Jahreswechsel relativ entspannt zu. „Es war eine im Vergleich sehr ruhige Silvesternacht, Vorkommnisse hatten wir keine, die im Zusammenhang mit dem Jahreswechsel standen“, so die Auskunft aus dem Polizeihauptrevier in Parchim. Zwei Mal gab es Beschwerden wegen Lärmbelästigung, „die aber geringfügig“ waren.

Die Kameraden der Freiwilligen Feuerwehr mussten allerdings gegen zwei Uhr ausrücken. In der Leninstraße sollten an einem Buswartehäuschen Böllerreste brennen. „Dieses Feuer hätte man mit wenig Wasser selbst löschen können“, so die Polizei.

Auch im Revierbereich Plau am See war es sehr ruhig. Kurz nach ein Uhr wurde die Auslösung der Brandmeldeanlage im Alters- und Pflegeheim in Goldberg in der Schulstraße gemeldet. Die Kameraden der Wehren aus der Mildenitzstadt rückten aus, während die Löschgruppe Wendisch Waren den Einsatz abbrach. „Die Alarmierung wurde durch den Rauch von Wunderkerzen ausgelöst“, informierte Goldbergs Wehrführer Daniel Kühne. Am Neujahrsmorgen mussten auch die Plauer Kameraden ausrücken, denn in der Plauerhäger Straße brannte ein Papiercontainer.

Während auch die Besatzung des Autobahnpolizeireviers Stolpe einen ruhigen Jahreswechsel erlebte, gab es im Revierbereich Sternberg doch einiges zu tun. In Plate brannte kurz nach Mitternacht eine Hecke, vermutlich durch Raketen entzündet. Gegen drei Uhr mussten die Beamten aber nach Kobande ausrücken. Hier war während einer privaten Silvesterfeier ein junger Mann (20) mit seinen Freunden in Streit geraten und es kam zu Handgreiflichkeiten. „Dabei verletzte der mutmaßliche Täter drei Personen leicht, die aber nicht ins Krankenhaus eingeliefert werden mussten“, hieß es aus dem Sternberger Revier. Der 20-Jährige muss sich wegen Körperverletzung in drei Fällen verantworten.

Schlimmeres verhütete ein aufmerksamer Bürger in Crivitz. Er informierte in den Abendstunden Freitag das Polizeirevier Sternberg über illegale Pyrotechnik. Der Mann hatte am Nachmittag ein Gespräch von Jugendlichen mithören können, in dem sie sich darüber unterhalten hatten, dass einer ihrer Kumpels eine große Lieferung von sogenannten Polenböllern bekommen haben soll. Aufgrund dieses Hinweises führten die Beamten des Reviers Sternberg umfangreiche Ermittlungen durch, die letztlich dazu führten, dass die betroffene Wohnung ausfindig gemacht werden konnte. Die Staatsanwaltschaft Schwerin ordnete die Durchsuchung der Wohnung an. Hier konnten dann ungefähr drei Kilo dieser illegal eingeführten Pyrotechnik aufgefunden und sichergestellt werden. An diesem Einsatz waren neben den Beamten des Polizeireviers Sternberg auch ein Sprengstoffsuchhund und letztlich auch der Munitionsbergungsdienst beteiligt. Gegen den erst 14-jährigen Käufer wurde eine Anzeige wegen Verstoßes gegen das Sprengstoffgesetz aufgenommen.

 

zur Startseite

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Kommentare

Die Kommentare wurden für diesen Artikel deaktiviert