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Gemeinde Friedrichsruhe : Investitionen in Kita zahlen sich aus

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In der Gemeinde Friedrichsruhe wird viel getan. Neben einer neuen Kindereinrichtung, den Neubau des Jugend- und Seniorenclubs bekommt der Dorfplatz ein neues Gesicht. Die Mühen scheinen sich zu lohnen.

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erstellt am 22.Feb.2013 | 07:52 Uhr

Friedrichsruhe | Wenn sich Bürgermeister Uwe Kröger in diesen Tagen im Gemeindezentrum auf den Weg in sein winziges Ersatzbüro macht, hat er unwillkürlich den Kindersegen seiner Gemeinde hautnah vor Augen. Natascha Venneday hat es sich als Leiterin des Jugendclubs mit ihren Hortkindern vorübergehend im zwar hellen, aber etwas engen Flur gemütlich gemacht. "Die Bedingungen werden sich bald ändern. Darauf freuen wir uns schon sehr", sagt Uwe Kröger und weist auf die Baustelle, die sich unmittelbar vor dem Eingang des Gebäudes befindet. Frost und Schnee haben das Baugeschehen zwar ausgebremst, aber der Bürgermeister bleibt zuversichtlich. "Im Frühjahr wird es fertig. Dann bekommen die Kinder und Jugendlichen ihren neuen Club, den aber auch den Senioren für ihre monatlichen Treffen nutzen können", sagt Kröger. Und auch die Tage des Bürgermeisterbüros in der Abstellkammer sind gezählt. "Wir haben unser Ziel, nicht nur für die Kinder etwas zu tun, sondern insgesamt die Situation in der Gemeinde zu verbessern, erreicht. Schließlich gilt, wer nicht rechtzeitig etwas für die Jugend tut, muss sich nicht wundern, wenn später die Erwachsenen dem eigenen Dorf den Rücken kehren", betont der Bürgermeister.

Im Vorjahr haben die Friedrichsruher einen entscheidenden Schritt für eine noch kinderfreundlichere Gemeinde getan. Zusammen mit dem Unternehmen Mecklenburger Landpute aus dem Nachbardorf Severin wurde der Grundstein für einen so genannten Randzeitkindergarten gelegt. Dafür, dass Kinder von Eltern, die in der Landpute in Schichten tätig sind, in der Zeit von 4.45 bis 20.45 Uhr betreut werden können, musste zunächst investiert und umgebaut werden. Zum Jahresbeginn konnten so 18 neue Krippen- und Kitaplätze geschaffen werden. "Unsere Einrichtung verfügt nun über insgesamt 68 Plätze, die auch ausgelastet sind", freut sich der Bürgermeister für die davon profitierenden Familien. Und es gibt für das Gemeindeoberhaupt doppelten Grund zur Freude. "Vor zwei Jahren mussten wir noch rund 40 000 Euro jährlich aus der Gemeindekasse zugeben. Inzwischen arbeitet unsere Kindereinrichtung so wirtschaftlich, dass kaum noch zusätzliche Mittel der Gemeinde erforderlich sind", so Kröger. Zwei Erzieherinnen wurden eingestellt, die sich über ihren sicheren Job freuen. Auch die beispielhaften Angebote der Kindereinrichtung mit dem treffenden Namen "Pfiffige Füchse", die auch über einen einmaligen Wasserspiel- und einen Naturspielplatz verfügt, hat sich längst weit über die Gemeindegrenzen herumgesprochen. Nicht selten werden Besucher begrüßt, die sich vor Ort umsehen, was die Kita in Friedrichsruhe so attraktiv macht.

Die Gemeinde Friedrichsruhe, zu der sechs Ortsteile gehören, zählt derzeit 900 Einwohner, mit leicht steigender Tendenz. "Die Infrastruktur macht unsere Dörfer für Familien interessant und das soll auf jeden Fall so bleiben", sagt Kröger. Im nächsten Jahr blickt die Gemeinde auf den zehnten Hochzeitstag mit Ruthenbeck zurück. "Das war der richtige Schritt. Nach anfänglicher Skepsis sind inzwischen viele Mitbewohner davon überzeugt", glaubt Uwe Kröger. Die Feuerwehr, die ihre Kräfte schon vor Jahren in Goldenbow gebündelt hat und nur noch in Ruthenbeck eine zusätzliche Löschtruppe unterhält, sei ein gutes Beispiel wie die Kräfte gebündelt werden konnten. Bauchschmerzen bereiten dem Bürgermeister die fehlenden finanziellen Mittel für die dringend erforderliche Ersatzbeschaffung eines Löschfahrzeuges. Um den Feuerwerwehrnachwuchs ist es dagegen gut bestellt. Die Jugendclubleiterin, die auch Amtsjugendwartin ist, kann die jungen Leute am besten für die Feuerwehr begeistern.

Da der Haushalt von Friedrichsruhe derzeit nicht ausgeglichen ist, können in diesem Jahr nur kleine Brötchen gebacken werden. "Die Haushaltskonsolidierung werden wir aus eigener Kraft nicht stemmen können. Wir haben die Gewerbesteuern angepasst, werden damit aber kaum eine Verbesserung der Situation erreichen", meint Uwe Kröger. Auch die Windkraftanlagen, die seit 1998 nahe Frauenmark laufen, haben bislang nicht das erhoffte Geld in die Gemeindekasse gespült. Die Bürger sind inzwischen enttäuscht, dass sie quasi mit dem Windpark vor der Haustür kein Stück vom Kuchen abbekommen. Kröger kann sich aber vorstellen, dass die Gemeinde eigene Flächen für Photovoltaikanlagen zur Verfügung stellt, die relativ schnell Bares bringen.

Die nächsten Ziele hat Uwe Kröger schon im Visier. In Neu Ruthenbeck soll ein kleiner Spielplatz entstehen und in Friedrichsruhe haben die Planungen für die Neugestaltung eines Dorfplatzes neben dem Gemeindezentrum schon begonnen.

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