Mestlin : Ins Kulturhaus soll Leben einziehen

'Seht, welch kostbares Erbe': Ausstellung der Deutschen Stiftung Denkmalschutz im Kulturhaus MestlinM.-G. Bölsche
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"Seht, welch kostbares Erbe": Ausstellung der Deutschen Stiftung Denkmalschutz im Kulturhaus MestlinM.-G. Bölsche

Anlässlich der Vernissage zur neuesten Ausstellung im Kulturhaus Mestlin konnte die Vorsitzende des Vereins Denkmal Kultur Mestlin e.V. Claudia Stauß einen Fördervertrag zur weiteren Sanierung des Hauses entgegennehmen.

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07. September 2012, 10:46 Uhr

Mestlin | Anlässlich der Vernissage zur neuesten Ausstellung im Kulturhaus Mestlin konnte die Vorsitzende des Vereins Denkmal Kultur Mestlin e.V. Claudia Stauß einen Fördervertrag zur weiteren Sanierung des Hauses entgegennehmen. Überreicht wurde er von der Vorstandsvorsitzenden der Deutschen Stiftung Denkmalschutz Dr. Rosemarie Wilcken. Dabei kündigte sie an: "Wir werden aber nicht nur fördern, wir werden auch begleiten", sagte sie. Vor allem die großen Fenster im Saal können Dank dieser Unterstützung saniert werden. Weitere Pläne, wie die Schaffung des Sanitärbereiches, sind bereits avisiert.

"Seht, welch kostbares Erbe". Unter diesem Motto steht die Ausstellung der Deutschen Stiftung Denkmalschutz, die nun vom Verein Denkmal Kultur Mestlin e.V. im oberen Foyer präsentiert und damit zum dritten Mal in Mecklenburg-Vorpommern zu sehen ist. Gezeigt werden zum Teil großformatige Bilder von geretteten Baudenkmalen und Denkmalschutz-Projekten in der gesamten Bundesrepublik. Die Exposition spannt den Bogen von der Wismarer Georgenkirche, über die Windmühle in Stove, die Alte Kapelle in Regensburg bis zum Fachwerkhaus-Programm in Quedlinburg.

Die Deutsche Stiftung Denkmalschutz, so Bettina Gnekow vom Landesamt für Kultur- und Denkmalpflege, hat seit 1990 rund 63 Millionen Euro in die Rettung von 458 Baudenkmalen gesteckt. Dabei handelt es sich nicht nur um Kirchen und Schlösser, sondern auch um Brücken, Rathäuser, Wassertürme und Mühlen sowie Kinos, Bürger- und Bauernhäuser...

"Das so eine Ausstellung in einem Baudenkmal stattfindet, ist selbstverständlich", betonte Gnekow und sprach vor allem das geschlossen erhalten gebliebene Ensemble am Platze mit Schule, Kindergarten, Landambulatorium und Wohnhäusern an - ein Zeitzeugnis aus den fünfziger Jahren des 20. Jahrhunderts, als das "sozialistische Musterdorf" entstand. Sie verlieh ihrer Hoffnung Ausdruck, dass "dieses in Deutschland einzigartige Zeugnis der politischen, gesellschaftlichen und wirtschaftlichen Idee der 1950er Jahre lebendig erhalten werden kann". Musikalisch umrahmt wurde die Vernissage vom Lübzer Saxophonisten Siegfried Pekrul, der bei der Auswahl der Stücke ein sehr glückliches Händchen bewies. Geöffnet ist die Ausstellung bis zum 14. Oktober, mittwochs bis sonntags, jeweils von 11 bis 17 Uhr.

Am Tag des offenen Denkmals am 9. September wird im Kulturhaus um 15 Uhr ein Dokumentarfilm über das Kulturhaus in Schkopau zu sehen sein. Anschließend stehen die beiden Filmemacher für eine Diskussionsrunde bereit.

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