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Fall Friedrichsruhe : Innenministerium schaltet sich ein

vom
Aus der Redaktion der Parchimer Zeitung

von
erstellt am 12.Aug.2014 | 07:52 Uhr

Verschwinden zwei Jahrzehnte nach der Gebietsreform die alten Kreisgrenzen, die sich durch die Gemeinde Friedrichsruhe und mitten durch den Ortsteil Neu Ruthenbeck ziehen?

Nachdem SVZ über die Zustände in der Gemeinde berichtet hatte („Alte Kreisgrenzen mitten im Dorf, SVZ 30. Juli 2014), schaltete sich jetzt das Innenministerium ein. Das erfuhr SVZ am Montag von Uwe Kröger, Bürgermeister in Friedrichsruhe. Das Ministerium habe sich wegen des Falls an das Amt Crivitz gewandt, so Kröger. Jetzt sollen noch einmal alle Facetten der Situation in der Gemeinde aufgenommen werden, um sie komplex abarbeiten zu können.

Wie SVZ berichtete, sind 20 Jahre nach dem Zusammenschluss von Teilen des früheren Kreises Schwerin-Land mit Parchim in der Gemeinde Friedrichsruhe die alten Grenzen immer noch nicht überwunden. Besonders drastisch sei die Situation im Ortsteil Neu Ruthenbeck, wo für unmittelbare Nachbarn u.a. zwei Telefonvorwahlnummern, zwei Postleitzahlen, zwei Wasserpreise gelten. Er erwarte Unterstützung bei der Anpassung, hatte Bürgermeister Uwe Kröger im SVZ-Beitrag gefordert.

Vor zehn Jahren hatten die Gemeinden Friedrichsruhe (früher Parchim) und Ruthenbeck (früher Schwerin-Land) zu einer Kommune fusioniert. „Wir sind angetreten, für alle gleiche Bedingungen zu schaffen“, so der Bürgermeister. Er hatte immer wieder in verschiedenen Gremien und Behörden auf die Situation in seiner Gemeinde aufmerksam gemacht. Aber es gab bis zu seiner jüngsten öffentlichen Kritik keine Unterstützung aus der Politik. Das bedauerte Kröger noch vor wenigen Tagen. Die Gemeinde gehört bis heute zu zwei Wasser- und Bodenverbänden und zwei Wasser- und Abwasserzweckverbänden an. Es gibt zwei unterschiedliche Schuleinzugsbereiche und unterschiedliche Busanbindungen.

 

 

 

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