Parchimer Brauhaus soll am 1. September wieder öffnen : In Pütt wird schon bald wieder gebraut

<fettakgl>Dieses  Trio macht  Betrieb:  </fettakgl>Manager Ulrich Debler (l.), Inhaberin Franka Krüger und Brauer   Manfred Baacke -  das  ist das  Team, das die Wiedereröffnung des 'Brauhauses' als 'Kaiserliches Postamt' nach  mehr als einjähriger  Sanierung und Modernisierung  vorbereitet. Regionale Anbieter werden ihre Partner sein. <fotos>Foto: Simone Herbst</fotos>
Dieses Trio macht Betrieb: Manager Ulrich Debler (l.), Inhaberin Franka Krüger und Brauer Manfred Baacke - das ist das Team, das die Wiedereröffnung des "Brauhauses" als "Kaiserliches Postamt" nach mehr als einjähriger Sanierung und Modernisierung vorbereitet. Regionale Anbieter werden ihre Partner sein. Foto: Simone Herbst

Einige "Klimmzüge" sind noch nötig, bis Parchims Traditionshaus wieder eröffnet wird - nach gut einem Jahr Sanierung und Modernisierung. Am 1. September soll’s endlich soweit sein. So das Kampfziel der neuen Betreiber.

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26. Juni 2012, 06:39 Uhr

Parchim | Einige "Klimmzüge" sind noch nötig, bis Parchims Traditionshaus Wiedereröffnung feiern kann - nach bisher gut einem Jahr Sanierung, Umbau und Modernisierung. Am 1. September soll’s endlich soweit sein. Das ist Kampfziel von Inhaberin Franka Krüger, Manager Ulrich Debler und Brauer Manfred Baacke - dem Trio an der Spitze einer Tradition, die 1883 als kaiserliches Postamt begann, als solches Jahrzehnte überdauerte, Jahre nach der Wende auf das Abstellgleis geriet, im Mai 2008 schließlich die Hotel- und Restaurant-Laufbahn einschlug, aber nach nur drei Jahren zunächst verging. Jetzt wagt das altehrwürdige Haus unter neuer Flagge - jedoch nicht als "Brauhaus", sondern als "Kaiserliches Postamt" den Neustart.

Inhaber ehepaar Franka und Hergen Krüger hatten das Objekt am Tag nach der Maifeier 2011 erworben. Mit schönen, "leicht machbaren" Ideen, wie sie viele Bauherren hegen. Doch schon im Hotelbereich entpuppten die sich als bar jeder Realität. "Damals dachten wir wirklich, wir entrümpeln das Dachgeschoss, richten hier acht neue Ein- und Zweibettzimmer ein, malern die vorhandenen sechs Hotelzimmer in der ersten Etage und gut ist", sagt Franka Krüger und muss heute über so viel Optimismus schmunzeln. Einmal angefasst offenbarte sich den Parchimern vielmehr schnell, dass Umbau und Renovierung allein lange nicht reichen würden.

"Wir mussten von Grund auf sanieren", so die Geschäftsfrau, die in den zurückliegenden Monaten viel Zeit in den prächtigen Bau am Eingang zum Schuhmarkt investierte und vor allem nach der Bauphase ein feines Händchen für Mobiliar und dezente Accessoires bewies. Denn während keines der nun vorhandenen 14 Zimmer dem anderen im Zuschnitt gleicht - schon gar nicht das Turmzimmer - ziehen sich ein angenehm schnörkelloser Stil und die warmen Farben der gehobenen Einrichtung komplett durch den 4-Sterne-Hotellerie-Bereich, finden sich im Frühstücksraum wie auch im Foyer wieder und werden künftig auch das Restaurant dominieren. Ja, tatsächlich ist die Wandlung vom "Brauhaus " zum "Kaiserlichen Postamt" inzwischen perfekt. Inklusive des reanimierten hinteren Treppenhauses, des in Teilen neu konzipierten und deshalb auch großzügigeren Restaurants inklusive Küche, des gepflasterten Hofes, des sanierten Nebengebäudes, das einmal Kutschen-Unterstand war und künftig als moderne Remise einen Außer-Haus-Verkauf ermöglichen wird… "Noch aber bleibt viel zu tun", sagt Franka Krüger.

Nicht zuletzt an der Brauanlage aus dem Hause Kaspar Schulz in Bamberg, die der Vorpächter 2006 anschaffte. "Die rauszureißen wäre eine Sünde gewesen", sagt Franka Krüger und will gern mit dem Gerücht aufräumen, wonach das Herzstück des Hauses längst nach Polen verkauft worden sei. "Nichts dergleichen! Wir werden hier unser eigenes Bier brauen und es über die Remise auch separat außer Haus verkaufen. Was wirklich schwierig war, das war die Suche nach einem versierten Brauer." Heute ist auch die geschafft: Neben Manager Ulrich Debler, der in gleicher Position zuletzt den Hotel- und Burggasthof "Zur Alten Münze" in Burg Stargard führte, ist der Thüringer Manfred Baacke mit an Bord. Nach Schließung der Schweriner Brauerei ohne Engagement, kam er eher zufällig nach Parchim. Bevor er das erste traditionelle Bier - und dann "hoffentlich alle zwei Wochen einen neuen Sud und somit 40 Hektoliter pro Monat" - braut, ist er dabei, die Anlage zu reinigen und komplett zu überholen. Das dauert und bestimmt letztendlich auch den Eröffnungstermin 1. September. "Dann aber werden wir unser erstes Bier zapfen", freut sich Baacke.

Wonach Manager Ulrich Debler im Moment sucht, sind gute Leute für sein Team, das zunächst zwölf bis 15 Mann stark sein wird: "Wir brauchen Arbeitskräfte für die Küche und den Servicebereich", sagt er. "Es können auch Quereinsteiger sein, die Hauptsache ist, sie sind für den Job motiviert. Denn was wir wollen ist, dass sich unsere Gäste wohlfühlen. Und deswegen wollen wir uns über einen sehr guten Service definieren."

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