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Parchimer Zeitung

19. November 2017 | 19:11 Uhr

Parchim : Im Luisenspeicher wird getanzt

vom
Aus der Redaktion der Parchimer Zeitung

Räume in einem ehemaligen Lagerhaus in Parchim werden regelmäßig für Veranstaltungen genutzt. Organisatorin ist Manuela Pribbernow.

von
erstellt am 13.Apr.2016 | 12:00 Uhr

Manuela Pribbernow räumt auf im Luisenspeicher. Am Sonntag hatte sich hier die Generation 60 Plus zum Tanztee getroffen. Die Veranstaltung hat sich etabliert und findet einmal im Monat statt. Außerdem organisiert Manuela Pribbernow Ü40-Partys. Bereits am 30. April erwartet sie wieder viele Stammgäste – beim Tanz in den Mai.

Dass der Luisenspeicher das Potenzial zum Tanzpalast hat, ist offensichtlich. Denn der heutige Saal in dem früheren Lagerhaus in Bahnhofshähe war von ihrem Mann eigens für eine Tanzschule mit speziellem Parkett ausgerüstet worden. Große Spiegel an der Wand, die Tanzeleven einst während ihrer Übungen nutzten, machen den Raum optisch noch größer und geben ihm ein besonderes Flair.

Nachdem die Tanzschule ausgezogen war und die Immobilie leer stand, entschieden sich die Pribbernows vor fünf Jahren als Eigentümer des Speichers, den Raum für Familienfeiern herzurichten. Auf Drängen einiger Gäste habe sie dann mit den Tanzveranstaltungen begonnen, berichtet Manuela Pribbernow. Das war vor vier Jahren. Anfangs hatte sie auch darüber nachgedacht, diese Location „Stadtcafè“ zu nennen, erzählt sie. So hieß der legendäre Parchimer Treff, der sich in dem Komplex, wo heute u.a. Roßmann seinen Sitz hat, befand, erzählt sie. Da mussten alle hin zum Tanz, auch sie als junge Frau.

Doch der Name Luisenspeicher hat es ihr angetan. Nicht wegen der Lage an der Luisenstraße, sondern weil ihr eine berühmte Luise imponiert. Nämlich die Prinzessin zu Mecklenburg-Strelitz, bekannt als Königin Luise von Preußen (1776 bis 1810).

Dabei hat die Parchimer Luisenstraße mit der Königin offensichtlich wenig gemein. Ihr Name kommt vermutlich von der Ehefrau des Besitzers der in der Nähe liegenden damaligen Maschinenfabrik, schrieb der verstorbene Heimatforschers Otto Köhncke in seinem Parchimer Wörterbuch. Es sei kaum anzunehmen, dass eine so unscheinbare Straße nach der Königin Luise benannt wurde, meinte der Heimatforscher.

Königin Luise hatte Power. Und das passe auch zur Hausherrin vom Luisenspeicher, ermunterte die eigene Familie Manuela Pribbernow. An diesem Ort sei sie goldrichtig. Die Parchimerin hatte Erfahrung als ausgebildete Kellnerin. Jahre lang hat sie zudem das Haus der Jugend geleitet.

Der Luisenspeicher sei ein reines Familienunternehmen, erzählt Manuela Pribbernow. Wenn hier Tanzveranstaltungen sind, könne sie zum Glück auf ihre beiden erwachsenen Töchter zählen.

Bei den Tanzveranstaltungen kommen neben dem Stammpublikum immer wieder weitere Neugierige dazu, berichtet die Organisatorin. Freuen würde sie sich, wenn speziell bei den Ü40-Partys noch mehr jüngere Tänzer dazustoßen.

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