Drefahl : Im Landhaus kocht die Chefin selbst

Sorgt nicht nur für kulinarische Genüsse: Landhauschefin Desiree Mannfeld
Sorgt nicht nur für kulinarische Genüsse: Landhauschefin Desiree Mannfeld

Gastronomin mit Leidenschaft bietet Treffpunkt für Oldtimerfans, Bienenfreunde und Gäste, die das Ruhner Land entdecken

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12. Juni 2018, 12:00 Uhr

Das traumhafte Frühlingswetter lässt auch die Herzen der Gastgeber in Hotels, Pensionen und Restaurants höher schlagen. Doch ins Glücksgefühl mischen sich dieser Tage bei Desiree Mannfeld, Inhaberin des Landhauses Drefahl, handfeste Sorgen. „Viele Gäste sind frustriert, finden selbst mit ihrem Navi kaum noch eine Straße, die nicht von Baustellen blockiert ist. Hinzu kommt, dass die Beschilderung, wie im Nachbarort Marnitz, mitunter nicht sehr hilfreich ist“, gibt sie zu bedenken. Auch die Besucher des Elefantendorfes Platschow, die gerne nach dem Erlebnistag bei den grauen Riesen im Drefahler Landgasthof einkehren, sind im Baustellendschungel vielfach orientierungslos. „Umso dankbarer bin ich, dass mir meine Stammkunden die Treue halten und Mundpropaganda dafür sorgt, dass sich Gastlichkeit im Ruhner Land bis in die Metropolen nach Berlin und Hamburg herumspricht.

„Das Landhaus liegt am Rande der Ruhner Berge zwar sehr idyllisch, aber auch etwas abseits. Da ist es nicht so einfach, ganzjährig Gäste anzulocken“, gibt Desiree Mannfeld nach vier Jahren Erfahrung zu bedenken. Doch davon lässt sie sich keinesfalls unterkriegen, ganz im Gegenteil. Kreativität ist das Lebenselixier von Desiree Mannfeld. Als leidenschaftliche Köchin, die eigentlich aus Nordrhein-Westfalen stammt und auch schon in Kalifornien, Mailand, Italien, Holland und sogar Indien Erfahrungen in der Gastronomie gesammelt hat, weis die Frau genau, dass Gäste stets Neues von ihr erwarten. Im Landhaus steht die Chefin selbst am Herd. Sie bringt Speisen aus dem indonesischen Wok, spanische Spezialitäten und brasilianische Köstlichkeiten auf den Teller. Und auch Fleisch von glücklichen Rindern, die auf der Weide ihrer Schwester naturnah heranwachsen, haben längst ihre Liebhaber gefunden. „Immer mehr Gäste interessieren sich für die Herkunft der Lebensmittel. Die sind bei uns nicht nur frisch, sondern vielfach auch echte Bio-Produkte“, betont die Drefahlerin.

Ganz nach dem Motto, das Auge isst mit, setzt sie auch bei der Ausgestaltung ihres Landhauses auf Hingucker. Derzeit zieren Bilder aus der eigenen Sammlung die Wände. Ab dem 4. August wird sie eine neue Schau mit Werken des 2005 verstorbenen Malers und Bildhauers Maximilian Schmiedel präsentieren. Zur Eröffnung gibt es dann ab 17 Uhr hausgemachte Tappas und Antipasta, bei dem selbstgebackenes Oreganobrot mit Aloli und Tomatensalsa nicht fehlen dürfen.

Längst nicht nur Freunde der zeitgemäßen Gastronomie sind auf der Suche im Drefahler Landgasthaus fündig geworden. Am Samstag, dem 23. Juni, wird hier ab 14 Uhr zum „Bienenstammtisch“ eingeladen. Imker und Freunde der fleißigen Insekten tauschen ihre Erfahrungen aus. „Honig, natürlich aus der unmittelbaren Region, ist auch aus meiner Küche nicht wegzudenken. Da sind die Imker sehr willkommene Gäste“, meint Desiree Mannfeld.

Jeden zweiten Freitag im Quartal (beginnend ab dem 13. Juli) fahren beim Landgasthaus schmucke Oldtimer vor. Für die charmante Gastgeberin war es ein Glücksfall, dass sich vor rund anderthalb Jahren die Oldtimerfreunde des legendären BMW Veteranenclubs entschieden haben, sich regelmäßig zum Stammtisch im Ruhner Land einzufinden. Einer ihrer Gäste, Peter Steinacker aus dem nahe liegenden Berge in der Prignitz, hatte die Idee geboren, hier einen regelmäßigen Treff für Oldtimerfreunde zu etablieren. Er selbst ist Mitglied im BMW Veteranenclub und hatte einen Treffpunkt für Gleichgesinnte im Norden Deutschlands vermisst.

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