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Tierauffangstation Parchim : Im Hundedrama kein Happy End in Sicht

vom

Vor zehn Tagen ließ Hilferuf aus der Tierauffangstation bei vielen Lesern unserer Zeitung die Alarmglocken schrillen. Dort mussten schon in den ersten Wochen des Jahres so viele Hunde wie noch nie betreut werden.

svz.de von
erstellt am 14.Feb.2012 | 05:48 Uhr

Parchim | Vor zehn Tagen hat ein Hilferuf aus der städtischen Tierauffangstation in Kiekindemark bei vielen Lesern der Parchimer Zeitung die Alarmglocken schrillen lassen. Zum ersten Mal in der fast 15-jährigen Geschichte dieser Einrichtung mussten hier bereits in den ersten Wochen des Jahres mit zwölf Vierbeinern so viele Hunde wie noch nie vorübergehend betreut werden.

"Das Echo auf diese Geschichte war groß und macht auch ein wenig Hoffnung", so das Resümee von Peter Urban, der von Anfang an die Tierauffangstation auf dem Forsthof in Kiekindemark betreut. Von den sechs Fundhunden, die bei ihm bei bitterer Kälte ein sicheres Dach über dem Kopf bekommen hatten, leben drei inzwischen wieder bei den Besitzern oder haben ein neues Zuhause bei Tierfreunden gefunden.

"Besonders freue ich mich für einen ziemlich alten Dackelmix", sagt Urban. Er hatte zunächst wenig Hoffnung, dass das völlig verängstigte Tier noch eine Chance bekommen würde. Doch nach der Veröffentlichung in der SVZ meldeten sich plötzlich die Besitzer. Sie hatten den Hund vergeblich gesucht und waren nicht auf die Idee gekommen, dass er in Kiekindemark untergekommen war.

Eine gute Lösung fand sich für einen Bordercollie Mix, der schon seit fünf Wochen einen Zwinger mit anderen Vierbeinern teilte. "Eine Familie aus Meyenburg hatte nach dem Beitrag in der Parchimer Zeitung von Verwandten den Tipp bekommen, dass bei uns ein neues Zuhause für das rund drei Jahre alte Tier mit dem guten Charakter gesucht wird. Und nach einem Besuch vor Ort, war es Liebe auf den ersten Blick", freut sich Peter Urban.

Für einen reinrassigen Jack Russel, der seinerzeit von Amts wegen eingezogen werden musste, hat sich eine Familie aus Malchow interessiert. "Die Tierfreunde und der Vierbeiner passten gut zusammen. Ich bin mir sicher, dass der Hund es bei seiner neuen Familie viel besser haben wird als beim ersten Besitzer", meint der Hundeexperte.

Nachdem drei der Fundhunde des neuen Jahres schnell vermittelt werden konnten, gibt es allerdings keine Entwarnung. "Alleine am vergangenem Wochenende wurden wieder zwei neue Vierbeiner in Parchim aufgegriffen", beklagt Peter Urban die prekäre Situation.

Bei seinen Neuzugängen handelt es sich zum einen um einen schwarzen Mix und zum zweiten um einen Jagdterrier-Mix. Obwohl Peter Urban immer die Hoffnung hat, dass die Besitzer ihren vierbeinigen Begleiter vermissen und sich auch in der städtischen Tierauffangstation erkundigen, wurde er in den zurückliegenden Jahren vielfach enttäuscht. "Die Zeiten sind rauer geworden und da gibt es für Tiere oft keinen Platz mehr", meint Urban.

Nachdem sich weitere Interessenten gemeldet haben und der SVZ-Beitrag in aller Munde ist, hofft Peter Urban, dass möglichst bald auch ein vierjähriger Husky, ein schwarzer Dackel-Spitz-Mischling und ein temperamentvoller Border-Terrier-Mix ein neues Zuhause auf Dauer findet. Wer sich für ein Fundtier interessiert, sollte sich umgehend mit der Tierauffangstation in Kiekindemark unter Telefon 0174/719 469 4 melden und einen Termin mit Peter Urban vereinbaren.

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