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Vorbildlicher Gästeservice : i-Tüpfelchen für den Stadttourismus

vom
Aus der Redaktion der Parchimer Zeitung

Deutscher Touristenverband verleiht „i-Marke“ an die Parchimer Stadt-Info / Ergebnisse liegen über dem Bundesdurchschnitt

Für den Stadttourismus ist es ein Jahresauftakt nach Maß. Gestern wurde Parchim mit ihrer Touristeninformation nach Schwerin als zweiter Stadt in Westmecklenburg die offizielle „i-Marke“ zusammen mit dem umfangreichen Prüfergebnis vom Deutschen Tourismusverband übergeben. Norbert Reier, Mitglied des Vorstandes des regionalen Tourismusverbandes und Bürgermeister der Seestadt Plau, nahm die Auszeichnung vor. Ab sofort ist eine Tafel mit dem „i“ auf rotem Grund im Fenster des Stadthauses in der Blutstraße als sichtbares Zeichen für eine zertifizierte Tourismuseinrichtung nicht mehr zu übersehen.

Vor Wochen waren die Prüfer des Deutschen Tourismusverbandes unerwartet in Parchim aufgetaucht. Nach einer ersten Prüfung vor rund zwei Jahren war die Stadtinfo nun für eine Tiefenprüfung ausgewählt worden. Bei 40 einzelnen Kriterien von der Außenbeleuchtung bis zum behindertengerechten Zugang konnten maximal drei Punkte vergeben werden. Am Ende erreichte die von der Stadt seit 1990 unterhaltene Einrichtung 82 Prozent der möglichen Maximalpunktzahl, liegt damit im Landesdurchschnitt und sogar etwas über dem Bundesdurchschnitt von 81 Prozent. „Das ist ein achtbares Ergebnis und spricht für die Bedeutung, die Parchim der Gästebetreuung seit Jahren beimisst“, meint Norbert Reier, der in seiner Heimatstadt Plau, die als Tourismusperle am Tor zur Mecklenburgischen Seenplatte gilt, auf dieses begehrte Zertifikat noch nicht verweisen kann.

Volle Punktzahl gab es beispielsweise für die Rubrik „Der Gast wird höflich und herzlich begrüßt“. Für Bürgermeister Bernd Rolly ist dies Anlass, um der langjährigen Info-Chef Cornelia Przybylak und Mitarbeiterin Marion Maaß für ihre engagierte Arbeit zu danken. Für viele Gäste sei die Touristeninformation der erste Anlaufpunkt und vielfach auch die Visitenkarte der Stadt. Für den zuständigen Fachbereichsleiter Holger Geick wird damit die kontinuierliche Arbeit zur Verbesserung des Stadttourismus gewürdigt. Das trägt zunehmend Früchte. Nach dem Ausbau der Marina am Fischerdamm wurde das Augenmerk stärker auf den Radtourismus und die Reize als Stadt der Backsteingotik konzentriert. Bewährt habe sich aus seiner Sicht auch das moderne Leitsystem, dass Gästen die schönsten Punkte der Kreisstadt nahe bringt.

Für Norbert Reier ist die Präsentation der Stadt-Info im Foyer des neuen Stadthauses vorbildlich. „Das kann sich leider längst nicht jede Stadt leisten“, meint er.

Wichtig ist allen Beteiligten, dass die erste Zertifizierung, die nun für drei Jahre gilt, Anregungen für die weitere Verbesserung des Service für Touristen einschließt. So wurde moniert, dass es noch kein spezieller Parkplatz für Rollstuhlfahrer in der neu gestalteten Blutstraße ausgeschildert wurde und die Anfahrt für Behinderte teilweise zu steil sei. Probleme gibt es auch bei der Navigation zur Stadt-Info. Vorgeschlagen wird, auch am Zugang vom Parkplatz Fischerdamm ein Hinweis auf die Stadt-Info zu installieren. Der Hinweis, ein deutlich sichtbares Schild mit den Öffnungszeiten am Stadthaus anzubringen, wird bereits vorbereitet.

Das gestrige Treffen nutzten die Tourismusexperten, um auch über die strategische Zusammenarbeit zu sprechen. Die Bürgermeister Norbert Reier und Bernd Rolly gaben Norbert Vormelker vom Touristenverband Mecklenburg-Schwerin Rückendeckung, der nach dem Austritt des Landkreises Nordwestmecklenburg den Verband in seiner Existenz bedroht sieht. „Tourismus lebt vom Netzwerk. Ich kann die Landeshauptstadt nicht verstehen, die ebenfalls über eigene Wege nachdenkt“, meint Bernd Rolly. Stadt-Info-Chefin Cornelia Przybylak verweist auf die gute Zusammenarbeit mit dem regionalen Tourismusverband, der für ihre Einrichtung seit Jahren unverzichtbar sei.


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erstellt am 08.Jan.2014 | 14:06 Uhr

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