Marnitz : Hurra, jetzt sind wir Schulkinder

Der große Tag ist da: Stolz halten die Erstklässler aus der Marnitzer Grundschule ihre Schultüten in den Händen. Fotos: Franziska Gutt
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Der große Tag ist da: Stolz halten die Erstklässler aus der Marnitzer Grundschule ihre Schultüten in den Händen. Fotos: Franziska Gutt

18 Mädchen und Jungen feierten am Sonnabend ihre Einschulung in der Schule am Ruhner Berg

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03. September 2017, 20:45 Uhr

Was zum Lernen, Spielen und Naschen befindet sich in der großen, bunten Schultüte, die Erik Oldenburg stolz in seinen Armen trägt. Mama Natascha stellte sie in mühevoller Bastelarbeit selbst her und füllte sie mit kleinen Geschenken. Zuhause in Poltnitz darf der Sohnemann dann die Wundertüte endlich auspacken und sich an den Überraschungen erfreuen. Außerdem, erzählt die dreifache Mutter, warte auf dem Bauernhof der Familie Oldenburg schon eine Hüpfburg, Ponyreiten und jede Menge „Kinderspaß“.

Nicht nur für Erik ist nun der große Tag gekommen. Am heutigen Montag beginnt kreisweit für 1750 Schulanfänger der „Ernst des Lebens“ - im Vergleich zum Jahr 2016 sind das 311 Schüler mehr. Landesweit sind es in diesem Jahr 15 300 Kinder, die ein neues Kapitel in ihrem noch jungen Leben aufschlagen. In der Schule am Ruhner Berg in Marnitz sitzen heute 18 Erstklässler zum erstem Mal auf der Schulbank. Am Wochenende feierten sie mit ihren Eltern, Großeltern, Tanten und Onkels sowie ihren Lehrerinnen im Schulgebäude am nördlichsten Zipfel von Marnitz ihre Schuleinführung.

Nach einem kurzweiligem Programm, dass die Zweitklässler gemeinsam mit der Musiklehrerin Dietlind Schmidt auf die Beine stellten, hieß Elke Prieß ihre neue Klasse herzlich willkommen. „Mit einem tränendem Auge verabschiedete ich im Juli meine vierte Klasse. Mit einem lachenden Auge begrüße ich nun meine neuen Schüler“, so die Pädagogin gegenüber SVZ. Mit an ihrer Seite: Referendarin Franziska Rese. Die junge Frau, die in Hamburg studierte, ist seit einem halben Jahr in der Marnitzer Grundschule tätig. Im neuen Schuljahr wird sie bereits eigenständig die Fächer Deutsch und Mathe unterrichten. Zusammen mit ihrer erfahrenden Kollegin ergeben die beiden Frauen ein motiviertes Duo, dass sich sehr auf den Neustart freut. „Für die Kinder ist es auch schön, eine zweite Kraft mit im Klassenzimmer zu haben“, erzählte Prieß.

Bei der Erstbegehung des Klassenraums am Sonnabend, machten sich die Mädchen und Jungen mit ihrer neuen Umgebung vertraut. Zum ersten Mal in ihrer Schullaufbahn saßen sie auf ihren kleinen Stühlchen und schauten gespannt nach vorn. Und was kommt jetzt? Elke Prieß und Franziska Rese verteilten Schilder auf den Tischen. „F-E-L-I-C-I-A“, las die sechsjährige Marnitzerin perfekt ihren eigenen Namen vor. Anschließend schrieb sie diesen mit einem Faserstift auf das Papier, dass vor ihr lag. Lesen und Schreiben klappte bei allen 18 Schulanfängern schon einmal richtig gut - und der Rest, der lernt sich hoffentlich auch ganz leicht. Den heutigen, offiziell ersten Schultag möchte Elke Prieß nutzen, den ungewohnten Alltag ihrer Schützlinge in Ruhe anlaufen zu lassen.

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