Ziegendorf : Hunde aus den Flammen gerettet

Das Wohnhaus mit angrenzendem Stallgebäude stand sofort in Flammen. Fotos: Michael-Günther Bölsche
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Das Wohnhaus mit angrenzendem Stallgebäude stand sofort in Flammen. Fotos: Michael-Günther Bölsche

Auf der Husky-Farm in Ziegendorf brannten Wohnhaus und Stallgebäude. 13 Wehren waren im Einsatz

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07. Januar 2018, 20:45 Uhr

Dramatische Szenen begleiteten den ersten Großeinsatz des noch jungen Jahres für fast 150 Kameraden aus 13 Feuerwehren. Auf der Husky-Farm in Ziegendorf-Ausbau brannte in der Nacht zum Sonnabend ein Wohngebäude mit einer großen Scheune im Anbau. Personen und Hunde kamen zum Glück nicht zu Schaden.

Es war gegen 23.30 Uhr als nach Polizeiangaben die 55-jährige Bewohnerin Brandgeruch wahrnahm, der aus Richtung des Dachbodens kam. Erste eigenständige Löschversuche mit Feuerlöschern waren erfolglos. Da de Frau auf dem Gelände eine Husky-Farm betreibt, galt ihr Interesse sofort der Alarmierung der Feuerwehr und der Rettung der Tiere.

Derweil breitete sich das Feuer rasend schnell aus und hatten in wenigen Minuten den gesamten Dachstuhl erfasst. Das Flammenmeer erhellte weithin die Nacht und zeigte den anrückenden Feuerwehren den Weg. „Alles stand in Vollbrand und wir kamen schwer an das brennende Gebäude heran“, sagt Silvio Pöhl von der Einsatzleitung.

So musste erst ein größerer Container mittels eines zusätzlich geholten Traktors beiseite geräumt werden, damit die Parchimer Drehleiter in Stellung gebracht und die Brandbekämpfung aus mehreren Metern Höhe vorgenommen werden konnte. Bis dahin waren die Kameraden damit befasst, ihre Strahlrohre vom Boden aus auf das Gebäude zu richten. Teilweise konnte auch nur unter Atemschutz agiert werden.

Ein weiteres Problem war die Wasserversorgung. „Zum einen konnten wir aus einem relativ nahe gelegenen Bach Wasser pumpen und zum anderen haben wir per Pendelverkehr Löschwasser aus dem rund vier Kilometer entfernten Ziegendorf heran gefahren“, erzählt Pöhl.

Neben den Kameraden aus Ziegendorf waren auch die Feuerwehren aus Stresendorf, Wulfsahl, Karrenzin, Herzfeld, Stolpe, Groß Godems, Parchim, Brunow, Zierzow, Suckow, Marnitz und Klüß im Einsatz. Dazu kam die Führungsgruppe des Amtes Parchimer Umland mit dem Einsatzleitwagen II sowie die Versorgungsgruppe aus Spornitz. Insgesamt waren rund 150 Kameraden bis zum frühen Morgen im Einsatz. Die Brandwache wurde von den Ziegendorfer Kameradinnen und Kameraden bis zum Sonnabend geleistet.

Zusätzlich kam noch eine Notfallbegleiterin zum Einsatz, die die Bewohnerin betreute, die ihr ganzes Hab und Gut verloren hat. Bürgermeisterin Petra Mannfeld kümmerte sich noch in der Nacht um erste Hilfe in der Not. „Wir haben das Nötigste zusammengesucht, damit die Frau Wäsche zum Anziehen hat. Wir haben eine Spendenaktion im Dorf organisiert. Es wäre zusätzlich schön, wenn es neben der Hilfe für die Bewohnerin auch Futterspenden für die Huskys gibt, denn es ist ja alles verbrannt“, so die Bürgermeisterin in einem Gespräch mit unserer Redaktion.

Der Kriminaldauerdienst nahm noch in der Nacht erste Ermittlungen am Brandort auf. Zur Brandursache kann zum jetzigen Zeitpunkt noch keine Aussage gemacht werden. Auch ein Brandursachenermittler wurde am Sonnabend hinzu gezogen, der zu Wochenbeginn weitere Untersuchungen vornehmen wird. Der Gesamtschaden wird auf rund 100 000 Euro geschätzt.

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