Kultur in Parchim : Humor, Weisheiten und Musik

Erst in diesen Tagen rückte Walfriede Schmitt mit der überraschenden Nachricht heraus, dass sie das Trio „Scho“ mit nach Parchim bringt.
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Erst in diesen Tagen rückte Walfriede Schmitt mit der überraschenden Nachricht heraus, dass sie das Trio „Scho“ mit nach Parchim bringt.

Parchim liest: Ein Abend mit Walfriede Schmitt, Karsten Troyke, jiddischem Programm und Überraschungsband

Wenn Parchim wieder das große Fest des Lesens zelebriert, dann fehlt auch das Mecklenburgische Landestheater in der langen Liste der Mitstreiter nicht. Im Gegenteil. Zu einem musikalisch-literarischen Leckerbissen mit zwei etablierten Künstlern lädt es am 14.November in die Stadthalle ein.

Zum einen ist das Walfriede Schmitt, wahrlich keine Unbekannte in Parchim und damit ist nicht nur ihre Fernsehpräsenz gemeint. Geboren 1943, wuchs sie in einer Theaterfamilie auf und studierte an der Hochschule für Schauspielkunst in Berlin. Ihre ersten Schritte auf den Brettern, die die Welt bedeuten, machte Walfriede Schmitt dann nämlich in unsrer Stadt, das war im Jahr 1966, ihre Rolle: die Hexe in Shakespeares Macbeth. Weiter zählen Halle/Saale, Meinigen und Berlin zu ihren Spielorten. In über 20 Inszenierungen war sie eine der Protagonisten der Berliner Volksbühne und arbeitete dort mit so namhaften Regisseuren wie Benno Besson, Heiner Müller, Manfred Karge, Frank Castorf und Christoph Schlingensief zusammen. Sie bekam mehrere Auszeichnungen, darunter den Kunstpreis der DDR. Durch Rollen im „Polizeiruf 110“, „Der letzte Zeuge“ oder der Fernsehserie „Für alle Fälle Stefanie“ wurde sie einem breiten Publikum bekannt. Ebenfalls mit viel Herzblut ist Walfriede Schmitt in musikalisch-literarischer Mission unterwegs, indem sie verschiedene Programme zum Besten gibt. Der zweite im Bunde ist Karsten Troyke, Chansonsänger, Schauspieler und Sprecher. Er wurde 1960 in Berlin geboren und fand über Umwege auf die Bühne. Zunächst lernte er Gärtner und arbeitete später mit geistig - behinderten Kindern. Gesangsunterricht, Schauspiel und Sprecherziehung, gingen einher. Seit 1982 steht er auf der Bühne, seit 1990 ausschließlich. Seitdem widmete er sich ganz seinen Liederprogrammen, dem Theaterspiel und machte sich vor allem mit jiddischem Liedgut einen internationalen Namen. Troyke gilt heute als einer der bedeutendsten Interpreten dieses Genres. Gemeinsam sind Schmitt und Troyke nun in Parchim zu erleben. Sie präsentieren in ihrem Programm „Dass ich nicht vergesse, Ihnen zu erzählen“ eine reiche Vielfalt von jiddischen Witzen, Geschichten und Anekdoten über Volkslieder bis hin zu Chansons von Georg Kreisler, dem bekannten, österreichischen Komponist, Sänger und Dichter. Mit einbezogen, erlebt das Publikum einen Abend voller Humor und Weisheit, zum Lachen und Weinen und mit einer Überraschungsband: Walfriede Schmitt hat das Theater überrascht, indem sie kurzfristig ankündigte, auch das russische Trio „Scho“ mitzubringen. „Scho“ wurde 1991 in der Ukraine gegründet und arbeitet seit 1994 von Berlin aus. Das Trio spielte beim legendären „Talk 2000“ von Christoph Schlingensief und spielte u. a. als Film-Band in Dominik Grafs erfolgreichen zehnteiligen TV-Serie „Im Angesicht des Verbrechens“. In den Jahren 2000 und 2011 gewannen sie den Musik-Wettbewerb des Berliner Senats. Mit ihren jiddischen Liederprogrammen waren sie bisher zu Gast beim Klezmer Festival in Ancona, Brüssel, Wien, Paris und Warschau. Die Veranstaltung in Parchim beginnt um 19.30 Uhr. Karten gibt es an der Theaterkasse, unter 03871/62910 oder per Mail: Tickets@mlt-parchim.de zum Preis von 15 Euro.

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