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Parchimer Zeitung

25. November 2017 | 09:07 Uhr

Suckow : Holzlaster fahren Straße kaputt

vom
Aus der Redaktion der Parchimer Zeitung

Suckower befürchten, dass sie auf Kosten für die Reparatur sitzen bleiben

von
erstellt am 10.Mär.2017 | 05:00 Uhr

Große Schäden haben offensichtlich Holztransporte in diesem Winter an der Straße zwischen Mentin und Griebower Mühle hinterlassen. Suckows Bürgermeister Jürgen Kühl ist verärgert, dass die Gemeinde vermutlich darauf sitzen bleibt. Nach seinen Worten sind Reparaturkosten von rund 30 000 Euro entstanden.

Anfang der 1990er Jahre hatte die Gemeinde die Straße über das Programm ländlicher Wegebau ausgebaut. Und damals zu den Fördermitteln immerhin selbst einen beachtlichen Anteil von 100 000 DM zusteuern müssen, erinnert Kühl.

Drei Meter breit ist die Fahrbahn. Der Untergrund wurde nicht für die allergrößten Lasten konstruiert.

Jürgen Kühl, der als früherer Autobahnmeister vom Fach ist, legte in den vergangenen Jahren viel Wert darauf, dass die Straße instand gehalten und beispielsweise Haarrisse umgehend repariert wurden. Damit diese Fahrbahn lange hält.

Jetzt gab es die Holzernte in den Wäldern und die damit verbundenen Transporte über diese einzige feste Zufahrtsstraße.

Bürgermeister Kühl hat sich an den Waldbesitzer gewandt in der Hoffnung, dass der auch für die Schäden aufkommt. Der Kommunalpolitiker wurde enttäuscht. Denn wie der Suckower gestern erklärte, hat der Besitzer argumentiert, dass er das Holz bereits ab Wald verkauft hat. Was die Spediteure machen, liege nicht in seinem Einflussbereich. Zwischenzeitlich haben die Suckower auch versucht, die Spediteure haftbar zu machen. Doch sie scheiterten bislang daran, dass sie niemandem konkret nachweisen können, dass er den Schaden verursacht hat.

Die argen Probleme an der Straße sind indes offensichtlich an vielen Fotos, die der Bürgermeister als Beweis gesichert hat. Die Fahrspuren der Schwerlasttransporte führen in Kurven über den Randbereich. Gepflasterte Flächen sind uneben, Borde in den Boden gedrückt, Bankette ausgefahren. Risse sind in der Asphaltfahrbahn entstanden.

„Wenn das so bleibt, ist die Straße irgendwann nicht mehr befahrbar“, sagt der Suckower Bürgermeister. „Normalerweise müsste ich die Straße für den öffentlichen Verkehr sperren“, erklärt Kühl und verweist auf die Verkehrssicherungspflicht der Gemeinde. Sperren geht aber nicht – wegen der Anwohner. Beispielsweise wohnt hier eine Mutter mit zwei Kindern, die jeden Tag in Richtung Kindertagesstätte fahren muss.

Während die Kommune die Suche nach einem möglichen Verursacher noch nicht aufgegeben hat, verfolgt sie jetzt noch einen weiteren Lösungsansatz: Die Tonnage auf dieser Straße begrenzen. Dann müsste das geerntete Holz zunächst auf kleinere Fahrzeuge geladen und bis zu einer Straße transportiert werden, die für die schweren Holzlaster geeignet ist, erklärt der Suckower Bürgermeister.

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