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Parchim : Hoch hinauf fürs grüne Gold im Wald

vom
Aus der Redaktion der Parchimer Zeitung

Europas schönste Douglasien werden in Parchim mit einer Hochastung veredelt

Oberförster Danilo Klaus wagt einen Blick in die Zukunft: Um 2100  wird man im Parchimer Stadtwald Douglasien ernten, die auf dem internationalen Holzmarkt Spitzenerträge bringen.  Über große Längen werden die edlen Hölzer astfrei sein und das Herz jedes Holzfachmanns höher schlagen lassen. Damit dieses Ziel in rund 80 Jahren erreicht werden kann, steigen in diesen Tagen Robert Kukietka und Andrzej Szuchalski ausgewählten Douglasien im Parchimer Stadtwald bis unter die Krone. Sie sind Mitarbeiter der polnischen Fachfirma Rainer Strunz-Szuchalski & Partner, die seit mehr als 20 Jahren zunächst in Österrreich und Süddeutschland und nun erstmals auch in Parchimer Wäldern zur so genannten Hochastung geordert wird. „Wir haben pro Hektar unserer prächtigen Douglaisienbestände rund 50 Zukunftsbäume ausgewählt. In einer Höhe von bis zu 15 Metern werden die Äste nun in aufwendiger Handarbeit abgesägt“, so Danilo Klaus. Er ist sich sicher: „Diese Investition lohnt sich“. Schon in den 1990er Jahren hatte es unter seinem Vorgänger Oberförster Erhard Bach einen ersten Astungsversuch im Stadtwald gegeben. Da man nun mit der polnischen Firma einen Spezialisten gefunden hat, wird dieser Form der Wertsteigerung größere Beachtung geschenkt.

Die Hochastungsexperten bringen nicht nur das Know-how, sondern vor allem jede Menge Erfahrung, die Spezialausrüstung und auch das Training für eine evtl. Rettung in großen Höhen mit. Zwei bis drei der prächtigen Douglasien schafft ein Mitarbeiter pro Stunde. Damit ist es nicht getan. Anschließend wird eine GPS-gestützte Dokumentation für jeden Baum angefertigt, die  dem Holzkäufer bis zur Ernte im Jahr 2100 über die  Astreinheit detaillierte Auskünfte gibt.

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erstellt am 16.Mai.2016 | 10:31 Uhr

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