Kunst offen : Hier sprudeln viele kreative Ideen

Sollte zum Nachdenken anregen: ein gestrandeter Wal voller Plastikmüll. Fotos: Christiane Großmann
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Sollte zum Nachdenken anregen: ein gestrandeter Wal voller Plastikmüll. Fotos: Christiane Großmann

Kunst- und Kulturverein „Quelle“ thematisierte Abfallproblematik / Gestern ein Tag speziell für die Kinder

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05. Juni 2017, 23:05 Uhr

Was für ein lauschiges Fleckchen Erde haben sich die Grebbiner doch rund um die Warnowquelle geschaffen. Die saftig grüne Naturidylle bekam am zurückliegenden Wochenende einen gehörigen Dämpfer: Hier war ein Wal gestrandet - vollgestopft mit gelben Säcken voller Plastikmaterial, das bei einer einzigen Familie aus dem Dorf innerhalb von sechs Monaten zusammengekommen ist.

Mit dieser Aufsehen erregenden Installation wollte der rührige Kunst- und Kulturverein „Quelle“ auf seine Weise auf das globale (Plastik)Abfallproblem aufmerksam machen, dessen dramatische Auswirkungen längst bis in die tiefsten Tiefen der Weltmeere zu spüren sind. Das Thema zog sich am Kunst-offenen-Pfingstwochenende wie ein roter Faden durchs ganze Dorf und gipfelte gestern in einen liebevoll vorbereiteten Kinder-Kunst-Tag. Eingeläutet wurde er im wahrsten Sinne des Wortes von Lukas Wandschneider (7) und Justin Wermter (10). Die beiden Nachbarsjungen aus dem Dorf durften die Glocken zum Gottesdienst läuten, in dem es Pastorin Anke Güldner, Gemeindepädagogin Cornelia Dittrich und Julia Ginsbach auf ansteckende Weise verstanden, die jungen Besucher auf den Tag neugierig zu stimmen: Maike Möller, Lotta Marquardt und Tina-Marie Behrisch folgten auch gleich der Einladung, die Kirche als Kunstwerk zu erforschen und nach besonderen Details Ausschau zu halten. Bildhauer Herbert W.H. Hundrich ermunterte die jungen Besucher dazu, aus dem Bauch heraus aufzumalen, wie ihre Träume aussehen und was sie sich wünschen. Er selbst präsentierte sich in der Kirche ja zu Kunst offen mit kritischen und schönen Arbeiten zum Thema Plastik. Klar, hätte er seinen Geburtstag am Pfingstmontag auch zurückgezogen irgendwo anderes begehen können: „Ich mache das hier, weil es mir Spaß bereitet, mich glücklich und zufrieden macht. Das ist meine Art, mich mit der Welt zu beschäftigen“, bekannte er. Kreatives Gewusel beim Spielen mit Naturmaterialien, Arbeiten mit Ton sowie beim interaktiven Puppenspiel herrschte ebenfalls auf dem Pfarrhof. „Ich habe das sichere Gefühl, das wird ein guter, schöner, reicher Tag für alle“, mutmaßte Pastorin Güldner am Morgen. Grebbin hat sich einmal mehr als Top-Adresse für „Kunst offen“ empfohlen. Jörg und Dorothea Thiering jedenfalls waren gestern Vormittag richtig froh, dass sie spontan doch noch hier „angelandet“ sind. Das Ehepaar aus Parchim war das ganze Wochenende in Sachen Kultur und Kunst auf Achse. Stationen waren Rothen, Redlin, Basthorst, Pinnow und Banzkow.

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