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Parchimer Zeitung

24. Oktober 2017 | 02:33 Uhr

Karrenzin : Herzfeld wird noch attraktiver

vom
Aus der Redaktion der Parchimer Zeitung

Gemeinde Karrenzin hat Doppelhaushalt aufgestellt . Bodenordnungsverfahren ermöglicht Investitionen.

von
erstellt am 05.Jan.2017 | 05:00 Uhr

Neue Gehwege in Herzfeld und Neu Herzfeld und ein schmucker Platz vor dem Dorfgemeinschaftshaus und an der Kirche in Herzfeld: Dazu werden für die nächsten beiden Jahre Bauprojekte in der Gemeinde Karrenzin vorbereitet.

Die Gemeindevertretung hat als erste im Amtsbereich Parchimer Umland den Doppelhaushalt für 2017/2018 beschlossen. Damit soll der Weg für Investitionen rechtzeitig frei gemacht werden.

Wie die Karrenziner Bürgermeisterin Anna Rieck erklärte, wurden rund 5000 Euro eingeplant, um in diesem Jahr einen Teich im Ortsteil Repzin auszubaggern. Der bisherige Feuerlöschteich auf einem Privatgrundstück wurde gekündigt und dürfe nur noch genutzt werden, bis der neue bereit ist. Eingeplant hat die Gemeinde für 2017 auch Finanzen für den Wegebau aufgrund einer Vereinbarung mit der Forst, erklärte die Bürgermeisterin.

Die größten Investitionen in diesem und im nächsten Jahr sollen dank Fördermitteln aufgrund des Bodenordnungsverfahrens ermöglicht werden. So ist es vorgesehen, den Platz vor dem Dorfgemeinschaftshaus Herzfeld und an der Kirche zu pflastern. Insgesamt rechnet die Kommune für die Platzgestaltung mit rund 190 000 Euro, davon 142 500 Euro Fördermittel.

Die größten Brocken stecken im Investitionsplan für 2018. In dem Jahr soll in Herzfeld und in Neu Herzfeld in Gehwege, Beleuchtung und Regenentwässerung investiert werden. Dabei geht es laut Plan um Gesamtinvestitionen von über 1,1 Millionen Euro – das Gros davon Fördermittel. Aber die Gemeinde muss sich beteiligen. Die Rücklagen reichen dafür nicht mehr. Nach bisherigen Planungen will die Kommune Kredite von fast 110 000 Euro aufnehmen.

Die Karrenziner haben gegenüber vielen anderen einen entscheidenden Vorteil: Sie besitzen Gemeindewald – über 100 Hektar. Die Forst bewirtschaftet den Wald und organisiert auch den Holzverkauf. „Da kommen zusätzlich Taler rein“, sagt die Bürgermeisterin.

Und der Gemeindewald bescherte im vergangenen Jahr erstmals einen weiteren finanziellen Obolus. Die Kommune stellte ihn für eine Bundeswehrübung zur Verfügung. Die Truppe mietete neben Grundstücken auch Unterkünfte – so die Dorfgemeinschaftshäuser in Wulfsahl und Herzfeld. (SVZ berichtete). 1600 Euro zusätzliche Einnahmen bescherte das der Gemeinde, erfuhr SVZ von Bürgermeisterin Anna Rieck. Auch bei Landwirten und Privatleuten hatte die Bundeswehr sich eingemietet.

Es gab keinerlei Ärger im Dorf, so Anna Rieck, über die große Übung des Versorgungsbataillons 142. Die Soldaten hätten alles sehr sauber hinterlassen. Beim Erntest präsentierte die Truppe ihre Technik. Es gab bei diesem Fest so viele Besucher wie seit Jahren nicht, resümierte Rieck. Die Bundeswehr will in diesem Jahr wieder in der Region Karrenzin/Ziegendorf eine Übung starten.

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