CDU macht Ernst : Her mit Mobilitäts-Ticket für Schüler

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Vorstoß für nächsten Kreistag angekündigt: Start bereits 2018 gefordert

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28. September 2017, 21:00 Uhr

Schüler brauchen mehr Mobilität, das fordert jetzt die CDU-Kreistagsfraktion mit einem Antrag für den kommenden Kreistag. „Mit dem Smartphone ist unsere Jugend bereits in der ganzen Welt unterwegs, doch haben sie sonst oft kaum Möglichkeiten, den Wohnort zu verlassen, ohne auf den Fahrservice ihrer Eltern und Großeltern angewiesen zu sein“, sagt Fraktionschef Wolfgang Waldmüller.

Um Kinder langfristig in der Region zu halten, müsse man ihnen die gleiche Vernetzung in ihrer räumlichen Mobilität anbieten. Das sei nicht nur der Weg zur Schule, sondern auch am Nachmittag zu Freunden oder in die nächste Stadt, so Waldmüller. Weiter: „Die Einführung eines kreislichen Schülertickets für den ÖPNV im gesamten Kreisgebiet darf nicht länger auf sich warten lassen, wir fordern diese zum 1. Januar 2018. In diesem Zusammenhang soll auch geprüft werden, ob wir uns eine kostenlose Schülerbeförderung unabhängig von der Entfernung zur Schule im Kreisgebiet leisten können.“

Die aktuellen Regelungen erscheinen alles andere als gerecht. Waldmüller führt die erst kürzlich zugegangenen Bescheide des Landkreises im Bereich Plate an, wonach Eltern nach fünf Jahren nun wegen fehlender 70 Meter Schulweg 42 Euro monatlich zahlen sollen. „Wie attraktiv sind dann unsere zuständigen Schulen langfristig noch, wenn die Beförderung dorthin teurer ist, als zur nicht zuständigen Schule“, so der Fraktionsvorsitzende kritisch.

„Durch jede Einzelfallbearbeitung haben wir erhebliche Verwaltungskosten, die an anderer Stelle besser zum Einsatz kämen“, ergänzt CDU-Kreistagsmitglied Christian Rosenkranz, der auch Vorsitzender des Aufsichtsrates der VLP ist. Die Fraktion sieht eine gerechte Lösung nur, wenn alle Schüler alle eingerichteten Linien der VLP kostenlos für den Weg zur Schule, egal ob zuständig oder nicht, nutzen dürften. Wolfgang Waldmüller: „Darüber hinaus brauchen wir ein Schülerticket auch für die Freizeit, denn hier fängt doch Mobilität erst richtig an.“ Eine Kostenbeteiligung der Eltern sei denkbar, die Höhe müsse aber noch diskutiert werden.

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