Brand in Groß Niendorf : Heldenhafter Einsatz rettet Leben

Feuerwehrleute, Drehleiter Crivitz
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Feuerwehrleute, Drehleiter Crivitz

Brand in Zwei-Familienhaus in in Groß Niendorf - 30 Feuerwehrleute im Einsatz

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12. August 2016, 12:00 Uhr

Heldenhafter Einsatz bei einem Brand in einem Zwei-Familienhaus in Groß Niendorf. Ein 55-jähriger Familienangehöriger rettete zwei Frauen vor dem Feuertod. Bei dem Brand am Donnerstagabend wurde eine Bewohnerin (70) mit dem Verdacht einer Rauchgasvergiftung ins Krankenhaus eingeliefert. 30 Kameraden der Freiwilligen Feuerwehren Zölkow und Crivitz waren im Einsatz.

Es war wenige Minuten nach der Tagesschau, als die Feuerwehren in Zölkow und Crivitz alarmiert wurden, da es „einen Brand in einem mehrstöckigen Gebäude“ in Groß Niendorf geben solle. „Als wir vor Ort ankamen sahen wir, dass die Flammen bereits aus den Fenstern und aus dem einen Eingang schlugen, da war Eile geboten“, sagt Einsatzleiter Dietmar Arendt. Jetzt machte sich auch die Technik bezahlt, denn bis die Löschwasserstrecke aufgebaut ist, konnte mit dem Wasser aus den Tanklöschfahrzeugen agiert werden. Während eine Leitung zu einem Hydranten verlegt wurde, haben andere Kameraden mit Helfern eine Wasserentnahmestelle am nahen Dorfteich aufgebaut. „Hier muss man die Einwohner loben, die die Arbeit der Kameraden nicht behinderten, sondern im Gegenteil, ihre Hilfe anboten und mit anpackten“, lobt der Einsatzleiter. Auch durch dieses schnelle Handeln konnte gewährleistet werden, dass die Flammen zurückgedrängt wurden und nicht auf den Dachstuhl übergriffen. Die Wohnung im Erdgeschoss allerdings wurde komplett vernichtet. Sehr zu schaffen machte den Kameraden auch die starke Rauchentwicklung, so dass nur mit Atemschutz agiert werden konnte.

Dramatik gab es wenige Minuten vor dem Eintreffen der Feuerwehren. In dem Haus wohnen drei Personen, zwei Frauen (42 und 70) sowie ein Mann (71). Das Besondere dabei war, dass die jüngere der beiden Frauen eine Wachkoma-Patientin ist, wie unsere Redaktion vor Ort erfuhr. „Wir hörten Krach und dann das Wort Feuer – da sind wir gleich rüber und haben die Leute rausgeholt, zum Teil durch das Fenster, weil es überall brannte“, erzählt der Neffe Ralf K. (55), dem wie allen anderen noch der Schreck im Gesicht stand. Er rettete somit den beiden Frauen das Leben.

Bürgermeisterin Gudrun Lübbe kam ebenfalls, um sich vor Ort ein Bild zu machen und sich um die Unterkunft der Personen zu kümmern. „Das klappt hier aber sehr gut, der 71-jährige Mann sowie die 42-jährige Frau im Wachkoma kommen erst einmal in der Nachbarschaft bei Verwandten unter“, erzählt sie.

Zur Ermittlung der Brandursache haben die Beamten des Kriminaldauerdienstes noch am Abend ihre Arbeit aufgenommen. „Nach ersten Erkenntnissen entzündete sich Essen auf dem Herd, in deren Folge sich der Brand im gesamten Haus ausbreitete“, hieß es später. Die Schadenshöhe wird nach ersten Einschätzungen der Feuerwehr und der Kriminalisten vor Ort mit etwa 100 000 Euro beziffert.

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