Parchim : Handwerk besetzt 108 Lehrstellen

Das Handwerk wirbt mit moderner Technik um Auszubildende. Hans-Werner und Roswitha Mrowiec aus Fresenbrügge bei Grabow stellten ihre Tischlerei in diesem Jahr auch beim Berufsstartertag in Parchim vor.
Das Handwerk wirbt mit moderner Technik um Auszubildende. Hans-Werner und Roswitha Mrowiec aus Fresenbrügge bei Grabow stellten ihre Tischlerei in diesem Jahr auch beim Berufsstartertag in Parchim vor.

Mehr Ausbildungsverträge als zum gleichen Vorjahreszeitraum unterschrieben. Noch viele freie Stellen in den Handwerksbetrieben

von
02. August 2016, 05:00 Uhr

Junge Leute, die in Parchim und Umgebung ins Handwerk einsteigen wollen, haben die Qual der Wahl. Einen Monat vor Beginn des neuen Ausbildungsjahres verzeichnet die Handwerkskammer hier wie im ganzen Landkreis Ludwigslust-Parchim viele freie Stellen.

Gesucht werden laut Internet-Lehrstellenbörse der Handwerkskammer in der Kreisstadt u.a. noch junge Leute, die Elektroniker, Tischler, Augenoptiker, Sattler, Kaufmann bzw. Kauffrau für Büromanagement lernen wollen. In Lübz werden u.a. Kraftfahrzeugmechatroniker, Fachverkäufer, Metallbauer gesucht.

Querbeet in allen Gewerken gebe es noch freie Ausbildungsplätze, sagte gestern Birgit Ludwig, Geschäftsführerin der Kreishandwerkerschaft Westmecklenburg-Süd. Dabei seien bereits mehr Lehrverträge in den Handwerksbetrieben unterzeichnet worden als vor einem Jahr. 108 abgeschlossene Lehrverträge im Landkreis Ludwigslust-Parchim waren es bei der letzten Zählung (13. Juli). Im Vorjahr wurden eine Woche später 85 Verträge gezählt.

„Wir sind noch mittendrin“, erklärte Birgit Ludwig am gestrigen Montag, dem 1. August. Das ist der Stichtag, zu dem die Kreishandwerkerschaft den Abschluss von Lehrverträgen im Baugewerbe empfiehlt. Die überwiegende Anzahl der Lehrverträge beginnt zum 1. September.

Die Ausbildungsbetriebe sind daran interessiert, die jungen Leute langfristig zu binden, erklärte Birgit Ludwig. Schon Ende des Jahres beginnt die Suche der Handwerker nach geeigneten Bewerbern für das neue Ausbildungsjahr im Sommer. Oft geht der Lehre ein Praktikum voraus. Dabei stellt dann auch der mögliche neue Auszubildende fest, ob die Chemie stimmt. Wenn nicht, sucht er nach einem neuen Betrieb. Es sei ein Prozess, erklärte Ludwig. Bei der Suche nach Ausbildungsstellen spielt nicht nur die Lage des Betriebes eine Rolle, sondern auch die der Berufschule. Seit dem vergangenen Jahr muss das Handwerk der Region mit drastischen Veränderungen leben. Raumausstatter haben ihre Berufsschule nicht mehr in Parchim sondern in Oldenburg. Und junge Bauleute bekommen ihr Rüstzeug nicht mehr in Schwerin, sondern in Rostock.

zur Startseite

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Diskutieren Sie mit.

Leserkommentare anzeigen