Domsühl : Grünes Licht für den Campus

Schulgebäude in Domsühl: Hier soll investiert werden.
Schulgebäude in Domsühl: Hier soll investiert werden.

Aus zwei wird eins in Domsühl: die Regionale Schule mit Grundschule . Das Bildungsministerium genehmigt die neue Organisationsform.

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20. August 2016, 05:00 Uhr

Aus zwei selbstständigen Bildungseinrichtungen in Domsühl wird zum neuen Schuljahr eine: die Regionale Schule mit Grundschule. Seit diesem Monat liegt dafür die Genehmigung des Bildungsministeriums vor, erfuhr SVZ von Amtsvorsteher Wolfgang Hilpert und Hauptamtsleiterin Christiane Schirdewahn im Parchimer Umland. Das Amt ist Träger der Schule für Kinder aus den umliegenden Gemeinden.

Die Kommunen wollen durch die Fusion den Schulstandort sichern und Investitionen ermöglichen (SVZ berichtete ausführlich). Hilpert bedauert es, dass die endgültige Genehmigung erst in den Sommerferien kam. So konnte er die Betroffenen, voran Schulleiter Bernhard Weimer, noch nicht einmal offiziell informieren, dass der letzte Schritt vollzogen ist.

Weimer, bisher Chef der Regionalen Schule, ist jetzt für alle Klassen von der ersten bis zur zehnten verantwortlich. Die Leiterin der bisher selbstständigen Grundschule Petra Groß wechselt nach Schwerin, erfuhr SVZ. Evelyn Maltzahn koordiniert künftig die Arbeit für die ersten bis vierten Klassen. Sie war bisher stellvertretende Leiterin der Grundschule und soll Weimer speziell bei der Arbeit mit den jüngeren Klassen unterstützen.

Nur die Schulorganisation werde verändert, sagt Wolfgang Hilpert. Für die Schüler und die Eltern ändere sich nichts. Christiane Schirdewahn verweist auf gestandenen Lehrerkollegen, die schon gut zusammengearbeitet hätten. Es werde mit der Aufgabe der Eigenständigkeit der Grundschule keinen Bruch geben in der Unterrichtsqualität, meint sie. Die Kinder würden genauso liebevoll betreut wie an der selbstständigen Schule. Zwei Lehrerkollegien werden zusammengefasst. Christiane Schirdewahn: „Nach dem ersten Schuljahr läuft das.“

Die Hauptamtsleiterin nutzt gern das eigentlich für ein Universitätsgelände geltende Wort „Campus“ für den Domsühler Schulkomplex. Auf dem Gelände sind mehrere Gebäude. Ein Containerbau bleibt wie bisher für die Grundschule. Ein zweiter bietet Platz für die Orientierungsstufe, die fünften und sechsten Klassen. Im größeren Gebäude sind die Räume für die Klassen 7 bis 10, für das Ganztagsangebot und Fachkabinette. Das bleibt so - ebenso wie z.B. der eigene Hof für die Grundschüler. Die Zusammenlegung bedeute nicht, dass weniger Geld zur Verfügung gestellt wird, so Schirdewahn. Laut Hilpert geht es nicht darum, Kosten zu reduzieren, sondern den Schulstandort für alle zehn Klassen sicherer zu machen. Es gehe um eine Basis für fällige Investitionen in den Schulkörper. Über Jahre habe es von den Lehrern Hinweise gegeben, was wünschenswert ist bzw. verändert werden muss, um den Schulbetrieb vernünftig aufrecht zu erhalten, so der Amtsvorsteher. Umfangreiche Sanierungen und Finanzmittel seien nötig. Es gehe auch darum, die Attraktivität des Schulstandortes zu erhöhen, ergänzt Schirdewahn. Denn ab der fünften Klasse haben die Eltern ein Wahlrecht für den Schulstandort. Nach Genehmigung durch das Bildungsministerium können die Kommunalpolitiker konkreter planen und Anträge auf Fördermittel stellen, so Hilpert: „Wir sind schwer am Arbeiten.“ Er rechnet damit, dass sich die Sanierungsarbeiten am Schulkomplex über Jahre erstrecken.

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