Erstes Fazit nach zehn Tagen Messe : Grüne Woche: Bitte mehr Engagement

<strong>Die Grüne Woche ist Geschichte,</strong> von links: Randolf Beck (Lübzer Amtsturm), Rita und Ralf Schwanebeck (Draisine Karow), Reinhard Beumann (Imker Plau-Quetzin), Dirk Meyn (Gartenbaubetrieb Rom) und Frank Kästner (Landpute Severin) stoßen auf die Messe an und hoffen, dass es 2014 noch besser wird.<fotos>michael-günther bölsche</fotos>
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Die Grüne Woche ist Geschichte, von links: Randolf Beck (Lübzer Amtsturm), Rita und Ralf Schwanebeck (Draisine Karow), Reinhard Beumann (Imker Plau-Quetzin), Dirk Meyn (Gartenbaubetrieb Rom) und Frank Kästner (Landpute Severin) stoßen auf die Messe an und hoffen, dass es 2014 noch besser wird.michael-günther bölsche

Seit gestern ist die 78. Internationale Grüne Woche Geschichte. Die Aussteller auch aus unserer Region sind wieder zu Hause und ziehen eine erste Bilanz der zehntägigen Messe in den Hallen unter dem Berliner Funkturm.

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27. Januar 2013, 07:22 Uhr

Parchim/Berlin | Seit gestern ist die 78. Internationale Grüne Woche Geschichte. Die Aussteller auch aus unserer Region sind wieder zu Hause und ziehen eine erste Bilanz der zehntägigen Messe in den Hallen unter dem Berliner Funkturm. Sie wünschen sich mehr Marketing-Unterstützung vom Landkreis Ludwigslust-Parchim.

"Es ist eine gute Messe gewesen, an manchen Tagen hätte allerdings der Besucherstrom etwas stärker sein können. Wir haben viele Gespräche mit den Verbrauchern geführt und fühlen uns auf unserem Weg bestätigt", so Frank Kremer von der Mecklenburger Landpute in Severin. "Die etwas höheren Preise für die hochwertigen Lebensmittel werden akzeptiert", führt er weiter aus.


Auch Randolf Beck vom Lübzer Amtsturm ist zufrieden, schließlich findet die Grüne Woche in diesen Tagen in der Bierstadt seine Fortsetzung. Dort wollen einige Busunternehmer vorbeischauen und vor Ort konkrete Absprachen treffen. Dazu gehört zum Beispiel, dass Schulgruppen in die Lübzer Region reisen können. "Wir planen, dass sie im Strandbad Broock ein Schwimmlager absolvieren und die Region erforschen", weiß Beck zu erzählen. Für die Berliner ist die Fahrt nach Lübz und Umgebung ein Thema, es liegt nah und bietet beste Möglichkeiten für die Schulprojektarbeit. Und wer weiß, vielleicht nutzen die Schüler dann auch eine Draisinenfahrt von Karow über Goldberg nach Borkow. "Das könnte durchaus eine Möglichkeit sein", meinen Rita und Ralf Schwanebeck. Die beiden betreiben die Mecklenburger Draisinen und sind sehr zufrieden, mit der Nachfrage auf der Messe. "Alles bestens, nur Werbematerial für die vielen regionalen Angebote müsste man haben", meinen sie. Denn bei aller Zufriedenheit bemängeln die Aussteller, dass die kreisliche Unterstützung sehr zu wünschen übrig lässt. Sie wollen nicht nur sich und ihre Produkte präsentieren, sie wollen den Landkreis vermarkten, denn "nur zusammen können wir gewinnen. Für einen Gaststättenbesuch kommt keiner aus den anderen Regionen unserer Republik. Wir müssen kompakte Angebote liefern, dann haben wir alle den Nutzen", sind sich die Aussteller aus der Region Parchim-Plau einig.

"Wir haben in den Vorjahren beim Tourismusstand des Landkreises viel Material erhalten, die dortigen Mitarbeiter, darunter auch des Landkreises, waren stets gute Partner. Jetzt wird auch danach gefragt, aber wir haben nichts und können auch auf keinen Stand verweisen", so die Meinung der Schwanebecks. Hans-Jürgen Müller, Kapitän der Dobbertiner Seenschifffahrt schließt sich diesem Urteil an. "Über den Rostocker Verein "Landurlaub MV" e.V. habe ich einen Standplatz und viel Werbematerial vom Amt Goldberg-Mildenitz. Vom Landkreis habe ich nichts", sagt er und vermisst dies sehr. Der Rostocker Verein präsentiert über seine Netzwerke auch Teile des Landkreises Ludwigslust-Parchim. Am gestrigen Sonntag war zum Beispiel die Kartoffelmaus aus Banzkow in der Länderhalle Mecklenburg-Vorpommern. Auch sie ist Mitglied im Rostocker Verein und sie wird auf der Grünen Woche das Gebiet der Lewitz vorstellen. Man könnte fast meinen, dass der Landkreis kaum auffallen würde, gäbe es nicht den Rostocker Verein und manches privates Engagement der Aussteller.

Im Trubel der Besucher in der Mecklenburghalle auch eine Delegation des Amtes Plau mit dem Amtsvorsteher Paul Schulz, dem Bürgermeister von Plau Norbert Reier und seinem Barkhagener Amtskollegen Fred Hamann sowie Klaus Baumgart von der Amtsverwaltung. "Es ist schon toll, wie sich unsere Gewerbetreibenden hier für unsere Region engagieren. Auch wir vermissen die Präsenz des Landkreises und ich werde das im Wirtschaftsausschuss des Kreistages auch ansprechen", meinte Plaus Bürgermeister. "Sparen ist gut, aber hier spart man am falschen Ende", ergänzt der Amtsvorsteher. Derweil singt auf der großen Bühne der Länderhalle Mecklenburg-Vorpommerns der Alleinunterhalter "Squeezebox Teddy", der sich als der letzte lebende Troubadour bezeichnet. Von den vielen Laienkünstlern unterschiedlichster Couleur aus unserem Landkreis ist nichts zu sehen oder zu hören. Dabei waren sie in den vergangenen Jahren sehr präsent und warben auf der Bühne für unsere Region - vom Schaalsee und Ostufer Schweriner See bis zum Plauer See.

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