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Parchimer Zeitung

20. November 2017 | 13:08 Uhr

Parchim : Großreinemachen im Wassernetz

vom
Aus der Redaktion der Parchimer Zeitung

Stadtwerke spülen ab nächste Woche zweiten Teil ihres Rohrleitungsnetzes. Betroffene sollen nähere Informationen erhalten.

von
erstellt am 27.Apr.2016 | 05:00 Uhr

Bedenkenlos können die Parchimer ihr Trinkwasser aus dem Hahn zapfen. Doch zwischen Anfang und Mitte Mai gibt es für die Hälfte der Haushalte kurzfristige Einschränkungen. Dann sollte man lieber die sensible, hochmoderne Kaffeemaschine einmal nicht benutzen und das Wäschewaschen um ein paar Stunden verschieben. Diese und weitere Tipps erhalten Stadtwerke-Kunden demnächst schriftlich.

Der Grund: Die Stadtwerke führen im Zeitraum vom 2. bis 18. Mai im Trinkwassernetz eine Rohrnetzspülung durch. Die Betroffenen werden direkt informiert, wann ihre Straße genau an der Reihe ist und was sie beachten sollten, erfuhr SVZ. Gearbeitet wird in dem Bereich von Parchim, der sich von den Stadtwerken aus gesehen hinter der Elde befinden. Also u.a. die Weststadt und der Dammer Weg bis zum Flugplatz, erfuhr SVZ von Rainer Gerloff, Leiter der Netzbereiche Erdgas, Wasser, Wärme.

Im vergangenen Jahr war die erste Hälfte des rund 130 Kilometer langen Trinkwassernetzes an der Reihe. Und zwar auf der anderen Seite der Elde sowie zusätzlich die Ortschaft Slate.

Für das Großreinemachen im Parchimer Trinkwassernetz haben die Stadtwerke die Firma Pohl & Timm aus Reinbek engagiert.

Das Leitungsnetz wird Abschnitt für Abschnitt gespült. Dabei kommen nur Luft und Wasser zum Einsatz. Mit Hilfe eines Kompressors wird Luft in die Trinkwasserleitung gepresst und die Fließgeschwindigkeit auf das Zehnfache erhöht. In den Rohrleitungen entstehen Verwirbelungen. So lösen sich die Ablagerungen. Ein System kühlt die Luft vorher, trocknet sie, befreit sie von Feinstaub und filtert sie mit Aktivkohle, bevor sie mit unserem Lebensmittel Trinkwasser in Berührung kommt. Am anderen Ende des zu reinigenden Abschnitts tritt das Wasser mit den ausgespülten Ablagerungen aus.

Jeder Abschnitt wird gespült, bis das Wasser klar ist. Das kann weniger als eine halbe, aber auch mehrere Stunden dauern.

Der Aufwand ist nötig, da die Rohre mit dem Wasser reagieren. Selbst beim Kunststoff setzen sich mit der Zeit braune Filme ab.

Damit weiterhin klares Wasser in den Haushalten ankommt, spülen die Stadtwerke ihre Rohre alle drei bis fünf Jahre.

Damit die Ablagerungen während des Spülvorgangs nicht ins Haus gelangen, sei es besser, in dieser Zeit zurückhaltend mit der Wasserentnahme zu sein, erklärt Rainer Gerloff. Es kann auch passieren, dass es während der Arbeiten zu Druckschwankungen im Wassernetz in benachbarten Straße kommt.

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