Ausnahme : Groß Godems tut alles für Windkraftanlagen

Groß Godems will den Weg für Windkraft freimachen
Groß Godems will den Weg für Windkraft freimachen

Stellungnahme beim Regionalen Planungsverband abgegeben. Ziel Gemeinde will Eignungsgebiet werden

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16. Juni 2016, 12:00 Uhr

Die von künftigen Windenergie-Eignungsgebieten betroffenen Gemeinden des Amtsbereich Parchimer Umland haben beim Regionalen Planungsverband Westmecklenburg ihre Argumente für oder gegen neue Anlagen geltend gemacht (wir berichteten).

Die Gemeinde Groß Godems ist eine der wenigen, die sich für Windkrafträder ausspricht, obwohl sie nicht als Eignungsgebiet vorgesehen ist und sich Protest rührt. Deshalb geht Groß Godems den Weg der Änderung des Flächennutzungsplanes mit der Durchführung einer Einzelprüfung der entgegenstehenden Regionalplanungskriterien. Außerdem berücksichtigt die Gemeinde ein Sondergebiet für Windenergienutzung im Flächennutzungsplan und beantragt ein so genanntes Zielabweichungsverfahren, also eine Ausnahme zur Raumplanung.

Dieses Verfahren sollte in der Teilfortschreibung des Regionalen Raumentwicklungsprogramms Westmecklenburg Beachtung finden. Groß Godems beantragt deshalb die Aufnahme des mit dem Entwurf der 2. Änderung des Flächennutzungsplans ermittelten Sondergebietes für Windenergie als Eignungsgebiet.

Die Gemeinde Groß Godems unterstützt „vollumfänglich“ das Projekt Energiepark Groß Godems und plant Baurecht für einen Energiepark mit vier Windenergieanlagen und eine Photovoltaikanlage zu schaffen, der an der Autobahn A 24 im Abstand von 500 Metern entstehen soll.

Aus Sicht der Gemeinde sei die Zielabweichung raumordnerisch vertretbar. In der Stellungnahme heißt es: „Kommune und Bürger partizipieren wesentlich an den Erträgen der Windenergieanlagen über ein innovatives Modell, der Energiepark berührt nicht Grundzüge des Regionalen Raumentwicklungsprogramms Westmecklenburg, die Kriterien für Windeignungsgebiete werden eingehalten, beziehungsweise es liegen Erkenntnisse und Tatsachen vor, die eine Abweichung von den Kriterien ermöglichen und nach Abschluss des Planverfahrens wird von der raumordnerischen Zulässigkeit des Vorhabens ausgegangen.“ Außerdem habe die Gemeinde Arten- und Landschaftsschutz berücksichtigt.

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